Pogacar: "stärker als letztes jahr!" – tour-dominator gibt die richtung vor

Barcelona fiebert dem Grand Départ entgegen, und Tadej Pogacar schickt eine deutliche Botschaft an die Konkurrenz: Der slowenische Superstar fühlt sich bereit, stärker als je zuvor. Nach seinem souveränen Sieg in der Tour de Suisse und seiner beeindruckenden Formsteigerung gilt er nun als der klare Favorit für den fünften Tour-Triumph seiner Karriere – und das mit einem Selbstvertrauen, das man fast greifen kann.

Die sierra nevada als form-turbo

Pogacar präsentierte sich in der Tour de Suisse in glänzender Verfassung, kontrollierte das Rennen von Anfang an und ließ kaum Zweifel an seinem Anspruch auf den Gesamtsieg. Doch was niemand so recht ahnen ließ, ist die unglaubliche Steigerung, die er im Rahmen seiner Höhentrainingslager in der Sierra Nevada erzielt hat. “Vergangenes Jahr habe ich dort eine richtig starke Zeit gefahren und gedacht: Das werde ich nie wieder schneller schaffen,” so der 27-Jährige gegenüber CyclingProNet. “Dieses Jahr bin ich zum Spaß am Ende des Trainingslagers noch einmal hochgefahren und war deutlich schneller.” Die Verbesserung ist nicht nur subjektiv; Pogacar unterbot sogar seine eigenen Bestzeiten auf einer bekannten Teststrecke – eine Ansage an die gesamte Peloton.

Das Ergebnis? “Aus Trainingssicht würde ich sagen, dass ich stärker bin,” betonte Pogacar, dessen Dominanz auf der Tour de Suisse durch drei Etappen-Siege, darunter ein souveränes Zeitfahren und die knackigen Bergetappen, untermauert wurde. Die sechsminütige Führung vor Richard Carapaz in der Gesamtwertung der Tour de Suisse unterstreicht die Diskrepanz zwischen Pogacar und seinen Rivalen.

Hitze als vorbereitung – und ein blick nach monaco

Hitze als vorbereitung – und ein blick nach monaco

Die heißen Bedingungen und anspruchsvollen Anstiege der Tour de Suisse dienten Pogacar als idealer Test für die kommende Frankreich-Rundfahrt. “Es war wichtig zu testen, wie sich Beine und Lunge unter diesen Bedingungen anfühlen,” erklärte der UAE Team Emirates-Kapitän. Bevor es nun aber ernst wird, gönnt sich Pogacar und seine Partnerin Urska Zigart einige ruhige Tage in ihrer Wahlheimat Monaco, um neue Kraft zu tanken und sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Die letzten spezifischen Trainingseinheiten stehen noch an, bevor das Grand Départ in Barcelona die Welt ins Radsport-Fieber versetzt.

Ein Detail, das viele übersehen: Pogacar hat nicht nur seine körperliche Form optimiert, sondern auch innerhalb seines Teams eine klare Hierarchie etabliert. Wie Voigt exklusiv verriet, wollte Pogacar bei der Tour de Suisse ein Zeichen setzen und die Rollenverteilung im Team verdeutlichen. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf dem Gesamtsieg.

Die Konkurrenz muss sich also auf einen Pogacar einstellen, der nicht nur fitter, sondern auch mental stärker ist als je zuvor. Die Tour de France wird ein Duell mit dem eigenen Anspruch.