Pogacar dreifacht: van der poel zerbirst am kwaremont

Tadej Pogacar hat am Ostersonntag die 110. Flandern-Rundfahrt nicht einfach gewonnen – er hat sie demontiert. 278 Kilometer, 19 Pflasterstücke, drei Bergsprints und am Ende eine Frage: Wer kann diesen Mann noch stoppen? Mit dem dritten Triumph in „Flandriens Schönste“ zieht der Slowene mit den Legenden gleich und schickt Mathieu van der Poel in die Verzweiflung.

Die entscheidung fiel auf dem kwaremont

40 Kilometer vor dem Ziel war noch alles offen. Remco Evenepoel, frisch gebackener Doppel-Olympiasieger, hatte sich als einziger Herausforderer an das Führungsduo herangekämpft. Sekunden fehlten, aber dann kam der Paterberg – und mit ihm das Ende seiner Kräfte. Evenepoel fiel zurück, das Duell der Giganten wurde zur Einmann-Show.

Pogacar diktierte das Tempo, van der Poel klebte am Rad. Doch bei der letzten Passage des Kwaremont schaltete der UAE-Team-Captain in einen Modus, den selbst der Niederländer nicht kannte. Zehn Sekunden, zwanzig, dann war die Luft raus. Van der Poels Gesichtsausdruck: blankes Entsetzen. Am Paterberg legte Pogacar nochmal nach. Game over.

Rekordliste bekommt frisches gesicht

Rekordliste bekommt frisches gesicht

Mit 6:20,08 Stunden fuhr Pogacar in Oudenaarde ein. Neun Fahrer hatten zuvor drei Siege in Flandern auf dem Konto – nun sind es zehn. Der Unterschied: Pogacar ist 27, van der Poel 30. Die Zukunft gehört dem Slowenen, und die Gegenwart ohnehin. Die Frage ist nicht mehr, ob er den vierten Titel holt, sondern wann.

Die Konkurrez blickt in ein finsteres Loch. Evenepoel wird zurückkommen, van der Poel auch. Aber wer kann einem Fahrer Paroli bieten, der Asphalt und Kopfstein zu Staub zermahlt? Die Antwort liegt im Wind von Flandern – und der weht gerade nur in eine Richtung.