Playoff-alarm in berlin: eisbären schnuppern an fischtowns fersen
73:74 – das ist keine neue Postleitzahl, sondern die Punktedifferenz zwischen den Eisbären Berlin und den Fischtown Pinguins. Nach dem 5:2-Dresden-Coup rückt das Viertelfinal-Ticket wieder in Reichweite. Vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde ist die Playoff-Luft dicker denn je.
Andreas eder und jonas müller erledigen dresden mit doppelschlag
48:49 – zwei Minuten, die alles klar machten. Erst Andreas Eder, dann Jonas Müller. Dresden hatte gerade noch mitgezogen, da schlugen die Berliner zu und ernteten die letzten Zweifel ab wie altes Eis von der Bande. Die Eislöwen? Abgestiegen sportlich, aber nicht moralisch. Sie kämpften, bis die Scheiben flogen. Doch Berlin war an diesem Abend einfach ein Zahn zu groß.
Die Zahlen liegen auf dem Tisch wie offene Wettkarten: 73 Punkte für die Hauptstädter, 74 für Bremerhaven. Zwischen ihnen nur noch ein einziger Zähler – und die Erkenntnis, dass jetzt jedes Bully zählt. Die Pinguins verloren gegen Straubing 1:3, ihre Heimstätte war plötzlich so leer wie ein Netz bei einem Penalty, der nie fiel.
Kölner haie jagen rekord – und sind fast da
113 Punkte. Mehr hat in der DEL-Geschichte kein Team je nach 48 Spielen. Die Haie schwimmen auf historischem Kurs, der Adler-Rekord von 116 Zählern aus 2019 liegt nur noch drei Zähler vor ihnen. Freitag in Mannheim können sie gleichziehen – dann wäre die Bestmarke fällig, und die Haie hätten nicht nur den Grunddurchgang gewonnen, sondern auch die Zeit gemessen.
Wolfsburg beendete unterdems die Trainer-Turbulenzen mit einem handfesten Sieg. Tyler Haskins feierte sein Debüt als Interimscoach, Fabio Pfohl machte mit einem Empty-Netter alles klar. 68 Punkte, Platz acht, rechnerische Chance – die Grizzlys schnuppern noch einmal durchs Schlüsselloch der Top-Five. Drei Niederlagen waren genug, jetzt heißt es wieder: jagen, bis die Scheibe glüht.
Berlin steht vor der letzten Schlussserie. Kein Training mehr, nur noch Spieltag um Spieltag. Die Eisbären wissen: Ein Punkt reicht nicht, sie müssen gewinnen – und auf einen weiteren Ausrutscher der Pinguins hoffen. Die Uhr tickt, das Eis ist bereit. Am Ende zählt nur, wer die Scheibe zuerst im Tor versenkt – und wer die Playoff-Tür vor der Nase des Gegners zuknallt.
