Playdown-krimi: bad nauheim schlägt weiden erneut und steht vor dem klassenerhalt
Der EC Bad Nauheim hat im zweiten Playdown-Duell gegen Weiden den Sack zugemacht. Mit einem knappen 1:0 im Rückspiel baut das Team aus der Wetterau seine Führung in der Serie auf 2:0 aus – und rückt damit in Schlagdistanz zum Klassenerhalt in der DEL2.
Die Partie war kein Spektakel, aber ein Lehrstück in Effizienz. Nach einem torlosen ersten Drittel war es Christopher Fischer, der in der 28. Minute den einzigen Treffer des Abends erzielte. Weiden warf danach alles nach vorne, doch Bad Nauheims Defensive stand wie eine Betonwand. Torhüter Maximilian Franzke parierte alles, was ihm entgegenkam – und wurde zum unbestrittenen Matchwinner.

Ein tor reicht – und das ist kein zufall
Trainer Tommi Miettinen hatte seine Mannschaft taktisch perfekt eingestellt. Die Wetterauer agierten kompakt, ließen kaum Lücken im Mitteldrittel und spielten die Zeit gekonnt herunter. Was wie Beton bunkern klingt, war in Wahrheit ein disziplinierter Auftritt mit klaren Strukturen. Die Niederbayern fanden kein Mittel gegen die dicht gestaffelte Abwehrformation.
Mit dem zweiten Sieg in Serie liegt Bad Nauheim nun mit 2:0 vorne im „Best-of-Seven“. Noch zwei Siege, und der EC ist endgültig aus dem Abstiegssumpf raus. Das nächste Spiel findet am Mittwoch in Weiden statt – und die Drucksituation hat sich komplett gedreht. Nun sind die Oberpfälzer die Jäger, während Bad Nauheim mit breiter Brust auftreten kann.
Die Stimmung in der Halle war am Sonntagabend elektrisch. Die Fans sangen sich heiser, die Spieler warfen sich nach Schlusspfiff in die Arme. Es war mehr als nur ein Sieg – es war ein Befreiungsschlag. Nach einer Saison volter Rückschläge und Unsicherheit zeigt sich: Die Wetterauer haben noch einmal die Handbremse gelöst.
Die Playdowns sind noch lange nicht entschieden. Aber wer Bad Nauheim in diesen Tagen sieht, der spürt: Diese Mannschaft will überleben – und sie hat das Zeug dazu.
