Pizza ohne schlechtes gewissen: so wird die lieblingsspeise zur gesunden wahl

Wer sagt, dass Pizza per se ungesund ist? Die italienische Spezialität muss nicht länger als Sündenpfand gelten. Ernährungsexpertin Romina Cervigni räumt mit Vorurteilen auf und zeigt, wie man beim Pizza-Genuss Kalorien sparen und trotzdem satt wird. Denn die Wahrheit ist: Pizza kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein – vorausgesetzt, man wählt klug.

Die pizza-reputation: ein hartnäckiges vorurteil

Die pizza-reputation: ein hartnäckiges vorurteil

Lange Zeit hatte die Pizza den Ruf, ein „Cibo anti-dieta“ zu sein – ein Essen, das man sich nur gelegentlich gönnen darf. Dieser Imageschaden rührt daher, dass viele Menschen Pizza mit fettreichen Belägen und übermäßigem Käse assoziieren. Doch Cervigni erklärt: „Dieser Ruf ist ungerechtfertigt. Pizza besteht aus Stärke, Gemüse und Proteinen und kann somit ein vollwertiges Gericht sein.“ Das Problem liegt weniger an der Pizza selbst, sondern vielmehr an der Häufigkeit des Konsums und der Art der Pizza, die man bestellt.

Was also tun, wenn der Pizza-Lust keine Widerrede bleibt? Die Antwort liegt in der bewussten Auswahl der Zutaten. „Vergessen Sie Berge von Mozzarella und fettige Salami“, so Cervigni. „Setzen Sie stattdessen auf Gemüse, magere Proteine und eine dünne Kruste.“ Eine Pizza mit viel Gemüse liefert nicht nur wichtige Vitamine und Mineralstoffe, sondern sättigt auch lange.

Eine überraschende Erkenntnis: Auch die vegetarische Pizza kann eine gesunde Wahl sein – solange man auf die Soße und den Käse achtet. Eine Pizza Margherita, die in Italien oft als Basis dient, kann mit einer zusätzlichen Portion Gemüse und Kräutern aufgewertet werden. Und wer es schärfer mag, kann mit Chili und Peperoni für einen zusätzlichen Kick sorgen.

Doch welche Pizza sollte man unbedingt vermeiden? „Pizzen mit reichhaltigen Cremesaucen, doppeltem Käse und viel Fleisch sind echte Kalorienbomben“, warnt Cervigni. „Auch Pizza mit frittierten Zutaten wie Zwiebeln oder Auberginen sollte man besser meiden.“

Die Entscheidung für eine gesunde Pizza liegt letztendlich in unserer eigenen Hand. Mit ein wenig Wissen und bewusster Auswahl können wir unseren Pizza-Genuss ohne schlechtes Gewissen genießen. Denn eine Pizza muss eben nicht immer ein Kompromiss zwischen Geschmack und Gesundheit sein.