Pistons schlagen warriors und sind erste playoff-sensation – hartenstein schon dabei

Detroit lacht, die Warriors fluchen. Die Pistons schießen sich mit 115:101 gegen Golden State ins Playoff-Turnier – als erstes Team der Eastern Conference. Und das ohne Cade Cunningham, der mit einem kollabierten Lungenflügel noch zwei Wochen pausiert.

Die nacht, in der jalen duren die führung übernahm

Der 21-jährige Center warf 23 Punkte, riss 12 Rebounds und zerlegte die Warriors-Defense wie ein Ikea-Regal ohne Anleitung. Dabei lag Warriors-Star Stephen Curry mit 28 Punkten vorne – doch ohne Defense bringt auch der beste Dreher nichts. Die Pistons verwandelten fast 48 % ihrer Würfe, verschossen nur fünf Freiwürfe und zeigten: Wir brauchen keinen Cunningham, wenn der Rest der Mannschaft erwacht.

Die Menge im Little Caesars Arena tobte. 2009 war das letzte Mal ein Titel in Detroit – seitdem nur vier Playoff-Teilnahmen, jedes Mal Exit Runde eins. Die neue Generation will mehr. Trainer J.B. Bickerstaff sprach nach dem Schlusspfiff von „kollektivem Hunger“ und kündigte an: „Wir wollen nicht nur dabei sein, wir wollen schreiben.“

Knicks kratzen am ticket – hukporti fehlt, sieg trotzdem

Knicks kratzen am ticket – hukporti fehlt, sieg trotzdem

In Brooklyn wackelten die Nets, wankten, fielen. Ein Punkt reichte den Knicks: 93:92. Die letzte Sekunde: Spencer Dinwiddie an der Linie, ein Freiwurf, zum Sieg. Klapperte raus. Madison Square Garden schon jetzt in Ekstase, denn bei drei verbleibenden Spielen sind die Knicks nur noch einen Sieg vom sicheren Playoff-Platz entfernt.

Ohne deutschen Center Ariel Hukporti, der wegen Sprunggelenkproblemen pausiert, agierte New York kleiner, schneller, schärfer. Jalen Brunson steuerte 27 Punkte bei, Josh Hart sammelte 15 Rebounds – Center spielen eben nicht nur mit Körpergröße, sondern mit Herz.

Hawks-serie gerissen – orlando profitiert

Atlantas Elf-Siege-Serie endete mit einem Klatsche in Houston: 95:117. Die Rockets trafen 41 % aus dem Dreieck, die Hawks nur 29 %. Trae Young schaffte 26 Punkte, aber wenn die Defense schläft, nützt auch der beste Pass nichts. Die Pleite wirft Atlanta auf Platz sieben zurück – und öffnet Tür und Tor für Orlando. Die Magic liegen aktuell einen halben Sieg vorne, dabei haben Franz und Moritz Wagner plus Tristan da Silva das Sagen. Drei Deutsche, ein Ziel: Playoffs.

Im Westen sind die Posten schon verteilt: Titelverteidiger Oklahoma City Thunder mit Isaiah Hartenstein und die jungen San Antonio Spurs fix. Die Eastern Conference aber bleibt ein Pulverfass – und Detroit zündelt schon.

Die Pistons warten seit 16 Jahren auf einen Finalsieg. Am Freitag haben sie nicht nur ein Ticket gebucht, sondern auch ein Statement abgegeben: Wir sind zurück – und diesmal wollen wir bleiben.