Piqué-eklat in andorra: málaga-trainer wettert über den barça-präsidenten

Ein spitzes Foulspiel, ein strittiger Handelfmeter und ein aufgebrachter Präsident – das war das Rezept für den turbulenten Abschluss des Ligaspiels zwischen Andorra und Málaga am vergangenen Wochenende. Während das Ergebnis 3:3 auf der Anzeigetafel stand, brodelte es hinter den Kulissen, und die Anschuldigungen fliegen nun zwischen beiden Vereinen hin und her.

Der machtkampf im tunnel

Der machtkampf im tunnel

Die Ereignisse kulminierten in der Halbzeitpause, als sich Piqué, der Präsident von Andorra, angeblich mit dem Schiedsrichtergespann und dem technischen Stab von Málaga in einem hitzigen Gespräch im Tunnel befand. Laut dem offiziellen Protokoll soll Piqué zudem beleidigende Äußerungen gegenüber einem Mitglied des Gästeteams gerichtet haben, bevor er versuchte, die Situation mit der Unterstützung des Sicherheitspersonals zu entschärfen. Ob es tatsächlich zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam, wird von Seiten Malagas bestritten.

Die Sichtweise von Málaga ist klar: Piqué übertreibt. Der Verein weist die Anschuldigungen des Barça-Präsidenten von einem “historischen Raub” entschieden zurück und hält die Schiedsrichterentscheidungen der ersten Hälfte für korrekt. Ein klarer Handelfmeter gegen Murillo, der ihm ein Tor nahm, und ein deutlicher Fußtritt auf Joaquín Muñoz, der zu einem Elfmeter führte – diese Entscheidungen seien richtig gewesen, so die offizielle Stellungnahme des Klubs. Die Malagueños betonen, dass Piqué sich bei dem Vorfall mit einem Assistenten des Schiedsrichtergespanns anlegte und lautstark seine Unzufriedenheit auf Twitter kundtun wollte.

Aber das ist noch nicht alles. Die Verantwortlichen von Málaga betonen, dass die Situation nicht so ernst war, wie sie im Protokoll dargestellt wird. Es habe keinen Versuch einer körperlichen Auseinandersetzung gegeben; die Distanz zwischen Piqué und einem Mitglied des Malága-Teams sei jederzeit gewahrt worden. Die Unruhe um den Vorfall überschattet nun die Vorbereitung auf das wichtige Auswärtsspiel gegen Deportivo de la Coruña am kommenden Samstag, das für Málaga eine Schlüsselpartie im Kampf um den Aufstieg sein könnte.

Die Episode offenbart nicht nur die hitzige Atmosphäre im spanischen Fußball, sondern auch die persönliche Rivalität zwischen Piqué und den Verantwortlichen von Málaga. Ob sich die Gemüter beruhigen und die sportliche Konkurrenz wieder in den Vordergrund rückt, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Der Streit um den Schiedsrichter und die Vorfälle im Tunnel werden noch lange nachhallen.