Pinarello: angriffslust statt gesamtwertung – giro-chance in der heimat!

Alessandro Pinarello reist mit einem breiten Grinsen und dem unbändigen Willen zum Sieg in seine erste Giro d’Italia. Der junge Sprinter, unterstützt von NSN Cycling und dem legendären Andrés Iniesta, hat sich klare Ziele gesetzt: Etappen gewinnen und die Konkurrenz in seinen Bann ziehen – die Gesamtklassifizierung rückt dabei in den Hintergrund.

Die taktik: explosivität und taktisches geschick

„Für mich zählt jetzt die Etappe“, betonte Pinarello in Bulgarien gegenüber MARCA. Er scheint sich voll und ganz auf die Jagd nach Teilerfolgen zu konzentrieren, während er gleichzeitig eine umsichtige Strategie verfolgt, um seine Position in der Gesamtwertung nicht unnötig zu gefährden. Die erste Woche wird genutzt, um sich einzufinden und Kräfte zu sparen, während die entscheidenden Tage in der dritten Woche auf ihn warten.

Die Erwartungen der italienischen Fans sind enorm, und Pinarello ist sich des Drucks bewusst. „Natürlich spüre ich den Druck. Die Italiener hoffen auf gute Ergebnisse und einige Etappensiege von mir“, räumte er ein. Doch anstatt sich von diesem Druck erdrücken zu lassen, scheint er ihn als zusätzliche Motivation zu nutzen.

Vingegaard als Top-Favorit, Pellizzari als Überraschungsmanöver: Jonas Vingegaard wird von Pinarello als der mit Abstand stärkste Gesamtfavorit gehandelt. „Jonas ist wahrscheinlich der Favorit schlechthin“, so Pinarello. Dennoch schätzt er die Chancen seines Landsmanns Francesco Pellizzari auf eine Platzierung im oberen Bereich der Gesamtwertung ein. „Ich hoffe, dass Pellizzari ebenfalls eine gute Rolle spielen kann.“

Die entscheidenden etappen und die heimat

Die entscheidenden etappen und die heimat

Die dritte Woche der Giro d’Italia verspricht dramatische Schlachten und entscheidende Momente. Besonders die Einzelzeitfahrt und die Bergankunft zum Blockhaus werden als Schlüsselabschnitte identifiziert. Doch für Pinarello hat eine Etappe eine ganz besondere Bedeutung: die 18. Etappe in Pieve de Soligo. „Das sind Straßen, die direkt an meinem Zuhause vorbeiführen, durch meine Heimat. Das ist für mich die schönste Etappe“, gestand er.

Obwohl ein Treffen mit Andrés Iniesta bisher noch nicht zustande gekommen ist, hofft Pinarello, die Gelegenheit während der Giro nutzen zu können. „Noch nicht, aber ich hoffe, ich lerne ihn bald kennen – vielleicht sehen wir uns ja hier bei der Giro d’Italia.“

Pinarello demonstriert damit eine Mischung aus jugendlichem Eifer und taktischer Reife. Er ist bereit, mit gezielten Attacken auf Etappen zu überraschen, während er gleichzeitig die Gesamtklassifizierung mit Bedacht behandelt. Die Zeichen stehen gut für eine erfolgreiche Giro d’Italia – und für den Beginn einer vielversprechenden Karriere.