Pietreczko: seltenes glück, dann frühes aus bei players championship

Ein Lichtblick für Ricardo Pietreczko, ein jähes Ende für mehrere deutsche Darter: Bei den Players Championships in Minden sorgte „Pikachu“ für eine kleine Überraschung, bevor er in der dritten Runde überraschend unterlag. Während Ross Smith den Titel gewann, verabschiedeten sich Schindler, Wenig und Gotthardt ebenfalls frühzeitig aus dem Turnier.

Die durststrecke ist vorbei: pietreczkos comeback

Für Ricardo Pietreczko war es ein Erfolgserlebnis, das in die Gewichtsklasse der Raritäten fällt. Seit dem 27. April, also gut einem Monat, war es dem Deutschen nicht mehr gelungen, ein Spiel in der Players Championship Serie zu gewinnen. Sieben Niederlagen in Folge auf dem Floor hatten die Stimmung gedrückt. Doch gegen Keane Barry und Charlie Manby zeigte er deutliche Ansätze einer Rückkehr zur alten Form. Der Sieg gegen Manby, der bei der letzten Weltmeisterschaft für Furore gesorgt hatte, war dabei besonders bemerkenswert.

Coates stoppt den aufschwung

Coates stoppt den aufschwung

Die kurze Erfolgsserie fand jedoch ein abruptes Ende. Im Duell gegen Henry Coates war Pietreczko mit einem Average von unter 90 nicht konkurrenzfähig und verlor klar mit 1:6. Ein erschreckend niedriger Wert, der die Frage aufwirft, ob die alte Schwäche für unkonzentrierte Würfe ihn erneut einholt.

Schindler und co. scheitern ebenfalls

Schindler und co. scheitern ebenfalls

Die deutschen Hoffnungen wurden neben Pietreczko auch von anderen heimischen Spielern enttäuscht. Martin Schindler verlor bereits in der ersten Runde gegen William O’Connor, Lukas Wenig unterlag Ross Smith und Kai Gotthardt fand gegen Cristo Reyes keine Antwort. Alle vier Darter verabschiedeten sich im Sechzehntelfinale – ein Zeichen dafür, dass die Konkurrenz auf höchstem Niveau derzeit einfach zu stark ist. Die bevorstehende Begegnung mit den Philippinen und Neuseeland beim World Cup of Darts dürfte für Pietreczko und Schindler nun eine zusätzliche Herausforderung darstellen.

Ross Smith sicherte sich letztendlich den Sieg, indem er William O’Connor im Finale mit 8:5 besiegte. Die deutschen Spieler müssen sich nun neu sammeln und ihre Leistung für die kommenden Turniere optimieren. Die Diskrepanz zwischen den Momenten der Stärke und den plötzlichen Einbrüchen muss gefunden und behoben werden, wenn Pietreczko und seine Kollegen in der Spitze mithalten wollen.