Wm 2026: menschenrechtsbedenken trüben fußballfest!

Die Vorfreude auf die WM 2026 in Nordamerika wird von wachsenden Bedenken überschattet. Eine Menschenrechtsorganisation warnt eindringlich vor einem „Klima der Angst“ und fordert von der FIFA entschiedenes Handeln, um die Rechte von Fans, Migranten und der Presse zu schützen. Die drohende Realität steht im krassen Gegensatz zum FIFA-Motto „Fußball vereint die Welt.“

Einwanderungspolitik als schatten über dem turnier

Die Sport and Rights Alliance (SRA) richtete einen dringenden Appell an FIFA-Präsident Gianni Infantino. Im Fokus steht die restriktive Einwanderungspolitik der USA unter Präsident Donald Trump, die insbesondere Fans aus Ländern wie Haiti, Iran, Senegal und Elfenbeinküste vor erheblichen Einreisebarrieren stellt. Die Sorge ist groß, dass diese nicht nur Fans, sondern auch Medienvertreter diskriminieren und ihre Teilnahme am Turnier gefährden könnten. Die FIFA wird aufgefordert, bei der US-Regierung eine öffentliche Zusage einzuholen, dass während der WM auf Maßnahmen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts verzichtet wird.

Das Problem ist nicht neu. Bereits 2025 nahmen US-Behörden, darunter das Immigration and Customs Enforcement (ICE), Hunderttausende von Menschen in den USA fest, teils in Zivilkleidung und mit dem Fokus auf nicht-weiße Gemeinschaften. Die SRA weist darauf hin, dass bei Protesten gegen diese Vorgehensweise bereits zwei Menschen ums Leben gekommen sind – ein erschreckendes Szenario, das sich auch während der WM wiederholen könnte.

Mehr schutz für fans, presse und demonstranten gefordert

Mehr schutz für fans, presse und demonstranten gefordert

Neben der Einwanderungspolitik kritisiert die SRA auch die mangelnde Gewährleistung der Pressefreiheit und des Rechts auf friedliche Demonstrationen. Die FIFA müsse sicherstellen, dass Medien nicht nur über die Spiele berichten, sondern auch die gesamte Geschichte des Turniers abbilden können. Darüber hinaus fordert die SRA einen Mechanismus zur unabhängigen Überwachung der Menschenrechte während des Turniers sowie eine Garantie dafür, dass Familien die WM ohne Angst vor Trennung besuchen können.

Die FIFA wird für ihre vermeintliche Untätigkeit kritisiert. Während Infantino enge Verbindungen zu Trump pflegt, scheint die FIFA bei der Durchsetzung grundlegender Menschenrechte zögerlich zu sein. Die Organisation weist darauf hin, dass die FIFA über den nötigen Einfluss und die moralische Verantwortung verfügt, um Veränderungen zu bewirken. Es darf nicht sein, dass die FIFA bei Menschenrechtsverletzungen nur ein stiller Beobachter bleibt.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die FIFA auf die Forderungen der SRA reagiert und die WM 2026 tatsächlich zu einem Fest des Fußballs und der Menschenrechte wird. Die Welt blickt gespannt.