Pidcock triumphiert bei tour of the alps – fehler im sprint fast kostspielig!
Latsch – Tom Pidcock hat bei der Tour of the Alps die Oberhand gegen Tommaso Dati gewonnen, doch der Sieg auf der dritten Etappe war alles andere als ein müheloser Triumph. Der junge Engländer von Pinarello-Q36.5 demonstrierte seine Klasse, musste aber einen verhängnisvollen Fehler im Sprint vermeiden, der ihn fast den Sieg gekostet hätte.

Bernal profitiert, pellizzari bleibt in führung
Hinter Pidcock und Dati sicherte sich Egan Bernal (Ineos Grenadiers) als Dritter wichtige Bonussekunden und verbesserte seine Position im Gesamtklassement. Giulio Pellizzari (Red Bull-Bora-hansgrohe) verteidigte seine Führung, obwohl er zeitgleich auf Platz 21 ins Ziel kam. Der Rückstand von Bernal auf Pellizzari schrumpfte auf lediglich sechs Sekunden, ein Zeichen seiner wachsenden Form.
Die Etappe führte von Latsch (Südtirol) nach Arco (Trentino) über 174,5 Kilometer und bot ein anspruchsvolles Profil mit steilen Anstiegen. Pidcock, der sich bereits zum Auftakt der Rundfahrt geschlagen geben musste, zeigte diesmal seine Entschlossenheit und nutzte die Gelegenheit, um sich gegen den starken italienischen Konkurrenten durchzusetzen. Die Strategie des Teams spielte eine entscheidende Rolle, wie Pidcock im Zielinterview betonte: „Als wir über den zweiten großen Berg kamen, sagte ich zu den Jungs, dass wir jetzt auf Etappensieg fahren.“
Ein verfrühtes Startmanöver
Doch der Jubel wich kurz schnell der Überraschung. Pidcock gestand einen Fehler im Sprint ein: „Ich dachte, das Ziel käme früher und habe den Sprint gestartet, als die Barrieren kamen.“ Ein Augenblick der Unachtsamkeit, der ihn beinahe den Sieg gekostet hätte. Es war ein Beweis dafür, dass selbst die größten Stars nicht immun gegen menschliche Fehler sind. Florian Stork (Tudor) als bester deutscher Fahrer auf dem neunten Platz rundete das Bild ab.
Pidcock übernahm nicht nur den Etappensieg, sondern auch die Führung in der Punktewertung. Emanuel Zangerle (Vorarlberg) verteidigte das Bergtrikot, während Pellizzari weiterhin die Sprintwertung anführt. Red Bull-Bora-hansgrohe behauptete die Teamwertung, obwohl der U23-Weltmeister nach einem Massensturz früh ausscheiden musste. Die Tour of the Alps liefert weiterhin Spannung und Dramatik, und es bleibt abzuwarten, wer sich letztendlich den Gesamtsieg sichern wird.
Die Stärke und das Engagement des gesamten Teams waren entscheidend für Pidcocks Erfolg. Seine Fähigkeit, sich trotz eines verfrühten Starts zu konzentrieren und den Sieg zu holen, zeugt von außergewöhnlichem Können und mentaler Stärke. Die kommenden Etappen werden zeigen, ob er seine Führung behaupten kann, doch eines ist klar: Tom Pidcock ist ein ernstzunehmender Anwärter auf den Gesamtsieg.
