Piacenza packt modena im vierten satz und holt heimvorteil fürs finale

Die Nerven lagen blank, die Schultern brannten – und am Ende stand Gas Sales Bluenergy Piacenza mit dem besseren Ende da: 3:1 beim Vero Volley Modena, 2:1 in der Viertelfinal-Serie, dazu das revanchierte PalaPanini und ein Heimspiel am Sonntag, das den Sprung ins Halbfinale bedeuten kann.

Was sich nach einer klaren Angelegenheit anhört, war ein Kampf bis zur letzten Rallye. Zweimal 25:17 – einmal für jedes Team – dann ein dritter Satz, in dem Piacenza auf 18:12 davonzog und Modena wieder herankam, aber nicht vorbeizog. Im vierten Satz wechselte Giuliani Buchegger für Ikhbayri aus, brachte frisches Tempo, doch die Gäste blieben vorne. Bei 20:20 schien das Spiel erneut in die Verlängerung zu rutschen, doch zwei Aufschlagfehler der Emilianer und ein Angriff von Simon über den Block hinweg besiegelten das 30:28.

Jungen wilden gegen erfahrung – und die wilden gewinnen

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Modena musste erneut auf Sanguinetti verzichten, für ihn rückte Anzani in die Mitte. Piacenza fehlten mit Comparoni und Seddik zwei Stammkräfte, dafür lief Iyegbekedo neben Simon auf – 19 Jahre alt, 2,04 Meter groß, und mit neun Punkten im dritten Satz der Unterschied. Porro war mit vier Aufschlagassen in Folge zwar der Mann des zweiten Satzes, doch im entscheidenden Moment patzte er vom Aufschlaglinienpunkt.

Die Serie ist noch längst nicht gelaufen. Modena hat zweimal bewiesen, dass es tiefer in die Tiefe gehen kann – und Piacenza hat gezeigt, dass es auch ohne etablierte Mittelblocker funktioniert, wenn der eigene Angriff mit 57 % Erfolgsquote glänzt. Am Sonntag steigt Spiel vier in der AGL Arena. Ein Sieg der Gastgeber, und Civitanova wartet bereits im Halbfinale. Verliert Piacenza, steht eine fünfte Partie in Modena an – und dann wird es erneut heiß im PalaPanini.

Die SuperLega Play-offs liefern das, was sie versprechen: keine Gewissheit, nur pure Spannung.