Perimenopausia: die metabolischen hürden und die wut der frauen
Die spanische Ernährungsexpertin Boticaria García hat im Podcast „Mujeres de hierro“ ein erschreckendes Bild der Perimenopausia gezeichnet – nicht nur als biologischen Wandel, sondern als eine „Hindernisbahn metabolischer Herausforderungen“.

Was steckt wirklich hinter den hormonellen umbrüchen?
Während die Menopause das endgültige Ende der fruchtbaren Phase markiert, ist die Perimenopausia die Vorphase, die oft Jahre andauert. Der Rückgang der Östrogen- und Progesteronproduktion führt zu unregelmäßigen Zyklen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen. Doch García geht weit darüber hinaus. Sie beschreibt, wie dieser Prozess den Körper in eine metabolische Krise stürzt.
„Der erste Stolperstein ist der sinkende Östrogenspiegel – das betrifft uns alle“, erklärt die Expertin. Doch es folgen weitere Herausforderungen: der Muskelabbau, der einen Großteil der Glukoseaufnahme reduziert, und die zunehmende Insulinresistenz, die den Nährstofftransport behindert. „Mehr Glukose im Blut verstopft die Schlösser“, so García, was zu Fettablagerungen im Bauchbereich führt – und damit zu Frustration und Wut.
Die Expertin spricht von einem „Cortisol-Tief“, einem weiteren Hindernis, das durch Stress und hormonelle Veränderungen verstärkt wird. Die Kombination aus metabolischen Veränderungen und emotionalem Stress kann zu einem Teufelskreis führen, der die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Es ist kein Wunder, dass viele Frauen in dieser Phase mit Gefühlen der Überforderung und Hilflosigkeit kämpfen.
Doch es gibt Hoffnung. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls medizinische Unterstützung können helfen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die Erkenntnis, dass die Perimenopausia eine natürliche Phase ist, die jedoch aktiv angegangen werden muss, ist der erste Schritt zur Bewältigung dieser Herausforderung.
Die Worte von Boticaria García sind ein Weckruf für alle Frauen, die sich dieser Phase nähern oder sie bereits erleben. Es ist an der Zeit, die metabolischen Hürden zu erkennen und aktiv gegenzusteuern, um die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden zu erhalten. Denn die Perimenopausia muss keine Zeit der Frustration sein, sondern kann auch eine Chance für eine bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und seinen Bedürfnissen darstellen.
