Treppensteigen statt aufzug: experten raten zur bewegung
Wer seine Gesundheit ernst nimmt, sollte den Aufzug öfter mal stehen lassen. Ein ungewöhnlicher Tipp, der aber von Experten wie Javier Butragueño und Boticaria García im Podcast „Mujeres de Hierro“ vehement unterstützt wird. Statt der bequemen Fahrt nach oben, plädieren sie für die gute alte Treppe – und das aus wissenschaftlich fundierten Gründen.

Warum jede stufe zählt
„Warum überhaupt Treppen steigen?“, fragte Boticaria im Podcast. Die Antwort von Butragueño kam prompt: „Weil es funktioniert! Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Belege dafür, dass das Steigen von Treppen den Glukosestoffwechsel anregt. Je mehr Stufen man im Laufe des Tages erklimmt, desto besser.“ Er betonte, dass man durch regelmäßiges Treppensteigen bereits mit relativ geringer Anstrengung einen spürbaren Effekt erzielen kann – bis zu 80 Prozent mehr Glukoseverbrauch sind möglich.
Doch es geht um mehr als nur den Glukosestoffwechsel. Butragueño ergänzte: „Das Steigen von Treppen stimuliert auch die Knochenmatrix.“ Und auch die Art und Weise, wie man die Treppe nimmt, spielt eine Rolle. Boticaria erklärte, dass bereits das Nutzen der Treppe anstelle des Aufzugs in einem Mehrfamilienhaus einen positiven Effekt hat. Wer es intensiver angehen möchte, kann zwei Stufen auf einmal nehmen oder das Tempo variieren. „Ein schnellerer Schritt, gefolgt von einem langsameren – das sind zusätzliche Reize für den Körper.“
Die „Mujeres de Hierro“ haben den Aufzug quasi gemieden. „Wir machen Ghosting beim Aufzug“, so Boticaria. „Jede Stufe zählt. Es ist eine einfache Möglichkeit, die Muskulatur zu aktivieren, die Stoffwechselgesundheit zu verbessern und kleine Dosen intensiver Bewegung in den Alltag einzubauen.“
Wichtig ist dabei, auf den eigenen Körper zu hören. „Es geht nicht darum, sich zu quälen oder jemandem etwas beweisen zu wollen“, mahnte Butragueño. „Es geht darum, anzufangen. Wer übergewichtig ist, muss nicht gleich drei Stockwerke am Stück hochgehen. 15 oder 20 Stufen reichen für den Anfang. Man kann auch nur eine Etage hochgehen und dann den Aufzug nehmen.“
Die Botschaft ist klar: Bewegung muss nicht kompliziert sein. Ein paar zusätzliche Stufen im Alltag können bereits einen großen Unterschied machen – für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
