Pep guardiola steht vor dem aus: city zerbricht in madrid – hamann spricht klartext

0:3 in Madrid, 7 Punkte Rückstand in der Premier League, Vertrag bis 2027 – und trotzdem glaubt Dietmar Hamann, dass Pep Guardiola diesen Sommer Manchester City verlassen wird. Die Niederlage bei Real war kein Ausrutscher, sondern das Ende eines Zyklus.

Hamann sieht den zyklus gekappt

„Mich hat die Art und Weise überrascht, wie City in Madrid unter die Räder gekommen ist“, schreibt der Ex-Nationalspieler in seiner Sky-Kolumne. Er spürt, dass der Guardiola-Impuls verpufft. Die Maschine stottert, die Ideen wirken abgenutzt. Ein Trainer, der einst das Spiel neu erfand, wirkt plötzlich überholt.

Die Statistik lügt nicht: keine englische Mannschaft gewann in der K.-o.-Runde der Champions League, nur Bayern siegte unter den Top-8-Playoff-Teams. Die Premier-League-Helden wirkten in Europa wie auf verlorenem Posten. Citys 0:3 war das exklamationskräftigste Symbol für den kollektiven englischen Kater.

Die zeit läuft anders

Die zeit läuft anders

Guardiola selbst schwieg nach dem Schlusspfiff in der Bernabéu-Kabine. Kein Wutausbruch, keine taktische Predigt – nur stille Analyse. Seine Assistenzriege wirkte wie eingefroren. Die Spieler stapften durch den Mixed Zone-Tunnel, ohne die üblichen Selfies mit Fans. Selbst der sonst so gesprächige Rodri murmelte nur: „Wir müssen nachdenken.“

In Manchester brodelt es. Die Klubbosse halten an der offiziellen Linie fest: Vertrag bis 2027, keine Ausstiegsklausel. Doch intern wissen sie: Wenn Pep geht, folgt ein Tsunami. Sportdirektor Txiki Begiristain plant bereits Szenarien mit und ohne Guardiola. Kandidaten wie Xabi Alonso oder Vincent Kompany werden in PowerPoint-Präsentationen durchgereicht.

Die Fans sind gespalten. Die einen beten weiterhin den Taktik-Papst an, die anderen forschen nach Frischwind. Im Norden der Stadt hängt ein Banner: „Danke Pep, aber manchmal muss man sich verabschieden, bevor man sich verliert.“

Guardiolas Problem: Er hat keine Königsklasse mehr als Druckmittel. Das Rückspiel am 18. März ist keine Revanche, sondern eine Begräbnisfeier. Selbst ein 4:0 würde nur das Selbstbild kitten, nicht die Titelrealität. Die Premier League? Theoretisch noch erreichbar, aber die Psyche der Mannschaft ist angeknackst. Ein Sieg gegen Luton am Wochenende wird die Zweifel nicht wegwischen.

Hamanns Prognose ist hart, aber logisch: „Der Zyklus ist zu Ende.“ Kein Trainer lebt ewig von Vergangenem. Guardiola selbst lehrte uns, dass Fußball Evolution bedeutet. Nun fordert diese Evolution seinen Abschied. Sommer 2026 könnte der digitale Countdown laufen – und City würde in eine neue Ära starten müssen, ohne den Mann, der sie zur globalen Marke formte.