Pelota vasca: fipv verlässt pamplona nach 24 jahren!

Ein Erdbeben in der Welt der Pelota Vasca: Nach fast einem Vierteljahrhundert verlässt die Fédération Internationale de Pelota (FIPV) ihre bisherige Heimat in Pamplona. Die Entscheidung, die einst als Gerücht im Raum stand, fiel einstimmig und markiert einen Wendepunkt für den traditionsreichen Sport.

Neuer kurs aus biarritz: tradition trifft auf zukunft

Neuer kurs aus biarritz: tradition trifft auf zukunft

Die Entscheidung der FIPV-Vorstandsversammlung, den Hauptsitz nach Biarritz im französischen Baskenland zu verlegen, ist mehr als nur ein Umzug. Es ist eine bewusste Rückbesinnung auf die Wurzeln des Sports, der hier seit Generationen mit außergewöhnlicher Leidenschaft gelebt wird. 33 von 33 Stimmen sprachen sich für den Wechsel aus, eine klare Botschaft an die internationale Sportwelt. Interessant ist die Abwesenheit des Präsidenten des spanischen Verbands, Javier Conde, bei dieser entscheidenden Sitzung.

Die Geschichte der FIPV-Sitzorte ist facettenreich. Gegründet 1929 in Buenos Aires, pendelte der Hauptsitz zunächst zwischen Madrid (bis 1978), San Sebastián und schließlich Irún. Seit 2002 war Pamplona die Heimat, allerdings in verschiedenen Räumlichkeiten – vom Trinquete de Mendillorri über die Bernardino Tirapu Straße bis hin zum Navarra Arena, wo die FIPV ihren Platz mit dem spanischen Verband teilte, ohne jedoch eine funktionierende Beziehung zu pflegen.

Die Wahl von Biarritz ist kein Zufall. Der französische FIPV-Präsident Xavier Cazaubon stammt selbst aus dieser Stadt und konnte die Unterstützung lokaler, regionaler und nationaler Behörden gewinnen. Serge Blanco, der neue Bürgermeister von Biarritz und ehemalige Rugby-Nationalspieler, ist selbst begeisterter Anhänger der Pelota Vasca und praktiziert regelmäßig Paleta Goma im Trinquete – ein starkes Zeichen der lokalen Verbundenheit.

Die Entscheidung muss noch von der Generalversammlung im Oktober in Venado Tuerto gebilligt werden, wo gleichzeitig die Weltmeisterschaft ausgetragen wird, doch dies gilt als Formalität. Die FIPV verspricht, von Biarritz aus ihre Rolle als internationaler Dachverband weiter zu festigen, die Entwicklung aller Disziplinen zu fördern und die Zukunft des Sports zu gestalten. Der Umzug ist somit ein Bekenntnis zu Tradition, Identität und internationaler Projektion – ein neues Kapitel für die Pelota Vasca.

Die FIPV selbst betont in einer Mitteilung, dass der Umzug „viel mehr als eine neue Adresse“ bedeute. Es sei eine „Erklärung der Prinzipien“, eine Rückkehr zum Herzen des Sports und eine Stärkung der Bindungen zur baskischen Gemeinschaft.