Pellegrini rechnet mit betis ab: „erste halbzeit war eine katastrophe“

San Mamés schlägt zurück. Real Betis verliert 1:2 in Bilbao, und Manuel Pellegrini zieht selbstkritisch Bilanz: „Ein Spiel mit zwei Gesichtern – und nur eins davon war unseres.“ Der Coach redet nicht lange um den heißen Brei herum. Die erste Halbzeit war für ihn „ein einziger Albtraum“, die zweite ein Aufbäumen ohne Happy End.

Pellegrini sieht die wahrheit: ballverlust-kaskade kostete die kraft

Der Chilene packt aus: „Wir haben jeden zweiten Ball verschenkt, fünf, sechs Konter kassiert – und das alles schon nach zwei, drei Passstafetten.“ Die Statistik lügt nicht: 38 % Ballbesatz vor der Pause, nur zwei Torschüsse, kein einziger auf das Tor. „Wenn du so leichtsinnig agierst, kannst du Athletic keinen Zentimeter Raum lassen“, so Pellegrini. Die Folge: Iñaki Williams und Guruzeta bissen zu, ehe Betis wach wurde.

Die Wende gelang nur halb. Pablo Fornals, gerade vom europäischen Donnerstag zurück, drehte auf. Sein Freistoß landet an der Latte, sein Dribbling kurz darauf im Abseits-Tor – annulliert. „Pablo hat Gas gegeben, aber er kann nicht alle 72 Stunden glänzen“, verteidigt Pellegrini seinen Joker. Die Moral stimmt, die Frische fehlt. Das Dilemma des Ingenieurs: englische Woche, spanisches Programm, zu viele Kilometer in den Beinen.

Tabellen-trost: vier-punkte-puffer trotz pleite

Tabellen-trost: vier-punkte-puffer trotz pleite

Die Quinta plaza bleibt trotzdem grün-weiß. Celta Vigo patzte parallel, der Vorsprung beträgt drei Zähler. „Kein Grund zur Party, aber auch keine Panik“, sagt Pellegrini. Die Saison ist noch 27 Punkte lang, das Programm verspricht Heimspiele gegen Granada und Las Palmas. „Wir haben die Rückrunde in der Hand, nicht die Gegner“, betont der Trainer. Der Blick gilt jetzt der Pause. Neun Tage ohne Pflichtspiel – ein Luxus, den Betis zuletzt im November hatte.

Die Lektion aus Bilbao ist klar: Wer in der ersten Halbzeit schläft, wacht in der zweiten vielleicht auf, aber selten siegreich. Pellegrini schickt seine Mannschaft in die Kurz-Verschnaufpause mit einem einzigen Auftrag: „Startet endlich wie die, die ihr wirklich seid – nicht wie die, die ihr gerade wart.“