Pavlović spielt sich bei milan in den champions-league-traum
Seit zwölf Spieltagen kennt Strahinja Pavlović keine Note unterhalb der Sechser-Marke mehr. Der serbische Innenverteidiger liefert dem AC Milan nicht nur Stabilität, sondern trifft auch noch, wenn es darauf ankommt – zuletzt per Gesicht im Nachschlag gegen Cremonese.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 24 Bewertungen, nur zweimal unter der Note 6. Drei Tore, ein Assist, zwei Gelbe Karten. Eine Fantasie-Wertung von 6,7 Punkten im Schnitt. Das reicht für Rang drei unter den Defensivspielern des Fantacampionato, hinter Dimarco und Bremer. Für 33 Credits ein Schnäppchen.
Die unverletzliche hinten links
Pavlović kehrte vor fünf Spieltagen vom Oberschenkelproblem zurück, das ihn im Duell mit Como lahmgelegt hatte. Seitdem liest er die Gegner wie ein altes Telefonbuch: 10, 6, 6,5, 6, 7 – die Notenfolge liest sich wie ein Lehrbuch für defensive Konstanz. Die Trefferquote bei Standards steigt, die Zweikampfquote ohnehin schon auf Weltklasse-Niveau.
Was ihn auszeichnet? Er spielt nicht nur den Ball, er spielt auch die Zeit. In der 93. Minute gegen Cremonese war es nicht schön, aber effektiv: Kopf rein, Tor vorbei, drei Punkte auf der Uhr. „Wenn du so triffst, weißt du, dass die Saison gut läuft“, sagte er danach lachend. Die Fans feierten ihn wie einen Stürmer.
Der Ex-Salzburger war nie ein Eintagsfliegner. Schon in der Vorsaison zeigte er Ansätze, doch jetzt ist er angekommen. Milan zahlt für ihn 18 Millionen Euro Ablöse, die sich inzwischen wie ein Schnäppchen anfühlen. In der Kabine nennen sie ihn „Serbische Mauer“ – nicht nur wegen der Größe, sondern wegen der Ruhe, die er ausstrahlt.

Der nächste gegner kommt bestens informiert
Como reist am Wochenende nach San Siro – mit genauen Scouting-Berichten. Trainer Fabregas wird Pavlović auf jede Ecke, jeden Freistoß einen Mann an die Seite stellen. Aber die Serben lernen schnell. Und Pavlović hat sich vorgenommen, nicht nur zu verteidigen, sondern erneut zu treffen. Sein dritter Saisontreffer würde die Champions-League-Quali näher rücken.
Milan-Fans sprechen bereits vom „Pavlović-Effekt“. Die Statistik bestätigt: Mit ihm auf dem Platz kassiert Milan 0,7 Tore weniger pro Partie. Ohne ihn steigt die Gefahr exponentiell. Kein Wunder, dass die Kurve vor jedem Heimspiel ein riesiges Banner mit seinem Konterfei hisst – in Schwarz-Rot, natürlich.
Am Sonntag um 20:45 Uhr steht er wieder in der Startformation. Die Stimmung wird kochen, die Punkte sind Pflicht. Und Pavlović? Der wird wieder laufen, bis die Schuhe qualmen. Denn er weiß: In der Champions League will keiner auf ihn verzichten. Und Milan will endlich wieder dabei sein.
