Passau und füssen schlagen zu: matchpuck in der tasche
Zwei Siege, zwei Serien-Führungen, ein Dienstag, der alles entscheiden könnte. Die Passau Black Hawks und der EV Füssen haben am Sonntagabend in der Oberliga Süd ihre jeweiligen Pre-Playoff-Serien mit einem Auftaktsieg eröffnet – und sitzen nun mit dem Matchpuck in der Hand am Steuer.
Larsson dreht in passau die schraube
In Passau lief es zunächst nach Drehbuch: Buster Larsson traf bereits in der vierten Minute zur Führung, doch Robin Soudek glich für den SC Riessersee keine vier Minuten später aus. Kurze Auszeit für die Habichte – aber nur eine kurze. Was folgte, war eine Demonstration schwedischer Spielintelligenz. Mans Hansson legte zweimal auf: zunächst für Zach Nazzarett im Powerplay zum 2:1, dann für René Röthke zum 3:1. Passau hatte den Faden wieder in der Hand, und Riessersee fand kein Mittel mehr dagegen.
Den Schlusspunkt setzte wieder Larsson – diesmal in doppelter Überzahl, kurz nach der zweiten Pause. 4:1. Vor 1.029 Zuschauern feierten die Black Hawks damit nicht nur ihren ersten Pre-Playoff-Sieg seit dem Aufstieg aus der Bayerliga im Jahr 2020, sondern buchten sich auch den Matchpuck für das Auswärtsspiel am Dienstag um 20 Uhr in Garmisch-Partenkirchen. Die Strafminuten erzählen eine eigene Geschichte: Riessersee kassierte 16 Minuten auf der Strafbank, Passau nur acht – wer im Playoff-Modus disziplinierter ist, gewinnt meistens. Hier war das kein Zufall.

Füssen hält in höchstadt den kopf oben
Weniger spektakulär, aber genauso effektiv: Der EV Füssen entführte aus Höchstadt einen knappen 2:1-Sieg und kann nun am Dienstag um 19:30 Uhr vor eigenem Publikum den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. Simon Boyko traf in der 15. Minute auf Zuspiel seines Sturmpartners Bauer Neudecker, Ondrej Zelenka erhöhte kurz vor der zweiten Pause auf 2:0 – und damit hätte es eigentlich gereicht sein können.
Aber Höchstadt gab nicht auf. Jake Fardoe traf vier Minuten vor Schluss mit einem verdeckten Distanzschuss, die Alligators drückten, zogen den Goalie – und scheiterten trotzdem. Der Grund dafür hat einen Namen: Timotej Pancur. Der Füssener Torhüter, der in den vergangenen Wochen schon zur tragenden Säule seines Teams geworden war, hielt auch unter maximalen Druck stand. 966 Zuschauer in Höchstadt sahen ein Spiel, das bis zur letzten Sekunde offen wirkte – auch wenn Füssen die Kontrolle nie wirklich verloren hatte.
Für beide Sieger gilt jetzt dasselbe: Ein weiterer Erfolg am Dienstag, und das Achtelfinalticket ist gebucht. Passau reist nach Garmisch, Füssen empfängt Höchstadt zuhause. Die Ausgangslage könnte kaum besser sein – aber im Eishockey ist eine Führung in einer Best-of-three-Serie kein Ruhekissen, sondern eine Einladung, den nächsten Schritt zu machen.
