Parma wird zur padel-arena: weltklassespieler kämpfen um 20.000 euro preisgeld
Die Pro Parma Sport Center verwandelt sich vom 17. bis 22. März in ein Hexenkessel. 20.000 Euro Preisgeld, 80 FIP-Weltranglistenpunkte – und ein Lineup, das italienisches Top-Tennis auf kleinem Kunstrasen verspricht.
Das Hauptfeld liest sich wie ein Who-is-Who des europäischen Padel. Carolina Orsi, aktuelle Nummer eins Italiens, trägt die Hoffnungen der Heimfans. Die 26-jährige hat Gold von den Europaspielen 2023 im Gepäck, dazu Bronze von der WM 2024 und den kontinentalen Titelkämpfen 2025. An ihrer Seite: Martina Parmigiani und Emily Stellato, Teamkolleginnen aus der Nationalmannschaft.
Lucia sainz und das spanische feuer
Doch Orsi bekommt Konkurrenz von der Iberischen Halbinsel. Lucia Sainz, einst Weltranglistenerste, reist mit 15 internationalen Titeln an. Die 35-jährige Madrilenin formiert ein Doppel mit Raquel Eugenio, erst 16 Jahre alt und bereits auf Platz 23 der FIP-Juniorenliste. Jung trifft auf Erfahrung – ein Experiment, das in den Trainingswochen vor Parma für Gesprächsstoff sorgte.
Bei den Männern zieht Italiens Doppel „Iacovino/Di Giovanni“ die Aufmerksamkeit auf sich. Das Duo holte vor drei Wochen in Lissabon EM-Bronze und will in der Emilia-Romagna den Schwung mitnehmen. Daniele Cattaneo und Riccardo Sinicropi, beide 34, stehen für Routine, während Francisco „Curro“ Cabeza, 19, das Sprungbrett sucht. Der Andalusier gilt als jüngster Sieger eines Premier-Padel-Turniers – ein Rekord, der ihm in der Szene den Spitznamen „El Niño“ einbrachte.

Vier legenden, ein sonntag
Am Finalsonntag mischt auch ein Promi-Quartett mit. Ex-Weltmeister Alessandro Melli, ehemaliger Juve-Profi Mark Iuliano, Alessio Tacchinardi und Nicola Amoruso bestreiten ein Schaulaufen, das Tickets binnen 48 Stunden vergriffen sein dürfte. Organisator Giuseppe Di Giovanni verspricht „eine Show, die Padel in Italien endlich ins Rampenlicht hebt“.
Der Cupra FIP Tour zählte im Vorjahr 5.000 Athleten bei 300 Turnieren. Für 2026 plant die FIP 200 Events auf fünf Kontinenten – ein Wachstum, das den Weltverband vor neue logistische Herausforderungen stellt. Die Zahl spricht für sich: Padel wächst um 28 Prozent jährlich, schneller als jede andere Racketsportart.
Die Message aus Parma ist klar: Wer heute nicht auf dem Kunstrasen steht, gehört morgen zur zweiten Liga. Der Countdown läuft – und mit ihm die Frage, ob Orsi ihre Heimstätte in eine Festung verwandelt oder Sainz die nächste Krone schnappt.
