Parisse kehrt zurück: italienischer rugby-veteran wird co-trainer!
Ein Comeback der besonderen Art: Sergio Parisse, italienischer Rugby-Legende, streicht die Stiefel an und kehrt in den italienischen Rugby-Verband zurück – allerdings nicht mehr als Spieler, sondern als Co-Trainer für die Forward-Abteilung. Der 42-Jährige wird ab dem 1. Juli seine neue Rolle übernehmen und dabei insbesondere die Remisepositionen betreuen.

Die rückkehr des „h8me“-helden
Die Ankündigung der italienischen Rugby-Föderation klang wie ein Abschiedsgruß, der zugleich eine neue Ära einläutet: „Back H8me“ – zurück zu den Wurzeln, wo die „o“ in „Home“ durch die Nummer 8, die Parisse über seine gesamte Karriere hinweg trug, ersetzt wurde. Ein cleverer Schachzug, der die emotionale Bindung des Publikums an den Routinier unterstreicht.
Gonzalo Quesada, der aktuelle Headcoach der Nationalmannschaft, hat Parisses Verpflichtung maßgeblich vorangetrieben. Schließlich haben die beiden bereits in ihrer gemeinsamen Zeit bei Stade Français eine erfolgreiche Partnerschaft genossen, wo sie gemeinsam einen Bouclier de Brennus und einen Challenge Cup gewannen. „Sergio ist ein außergewöhnlicher Mensch und Sportler, dessen Einsatzbereitschaft seinesgleichen sucht“, so Quesada in einer Erklärung. „Seine Erfahrung und sein Wissen werden unserem Team enorm zugutekommen.“
Parisse selbst äußerte sich begeistert über die Möglichkeit, die italienische Nationalmannschaft in seiner neuen Funktion unterstützen zu können. „Es ist eine unglaubliche Chance, zum Wachstum der Nationalmannschaft und des gesamten italienischen Rugby beizutragen“, sagte er. „Ich bin begeistert, mit Gonzalo Quesada zusammenzuarbeiten und mich in ein Team einzubringen, das so viel Potenzial und eine beeindruckende Arbeitsmoral besitzt.“
Die italienische Mannschaft verfügt heute über eine Tiefe und Qualität, die in meiner Generation nicht vorhanden war. Die Chance, als Trainer in diesem Umfeld mitzuwirken, ist für mich eine faszinierende Gelegenheit.
Während die Vorfreude auf Parisses Expertise groß ist, sucht der Verband weiterhin nach einem weiteren Assistenztrainer, der sich speziell um die Scrum-Ordnung kümmert – eine Nachfolge für Andrea Moretti nach fünf erfolgreichen Jahren.
Die Rückkehr von Sergio Parisse ist mehr als nur eine Personalie; es ist ein Zeichen der Wertschätzung für eine Legende und ein Signal für die ambitionierten Ziele des italienischen Rugby.
