Paratici kehrt zurück: ein schatten des ronaldo-zeitalters über der allianz arena?
Fast fünf Jahre sind vergangen, 1828 Tage, seit Fabio Paratici das letzte Mal die Ränge der Allianz Arena betrat. Nun, als Sportdirektor der Fiorentina, kehrt er zurück – und mit ihm vielleicht auch die Geister einer Ära, die von einem einzigen, dominanten Namen geprägt war: Cristiano Ronaldo.

Die ronaldo-ära und paraticis rolle
Paratici, der im Sommer 2010 zu Juventus kam, war maßgeblich am Aufbau des Erfolgs der vergangenen Dekade beteiligt. Er war nicht nur ein Strippenzieher im Hintergrund, sondern einer der Architekten des „neun Scudetti“-Zyklus unter Andrea Agnelli. Sein größter Coup? Der Transfer von Cristiano Ronaldo im Jahr 2018. Ein Deal, der damals für 100 Millionen Euro plus 12 Millionen an Beraterkosten über die Bühne ging – eine Summe, die im heutigen Fußballmarkt, so mancher argumentiert, fast schon moderat wirkt.
Doch die Zahlen lügen nicht: Während Ronaldo in 134 Spielen 101 Tore erzielte und damit eine beeindruckende Quote von einem Tor alle vier Spiele aufwies, kämpfen die aktuellen Angreifer der Juventus – Dusan Vlahovic, Jonathan David, Lois Openda und Arkadiusz Milik – mit deutlich geringeren Erfolgsaussichten. Insgesamt kamen sie in dieser Saison auf lediglich 18 Treffer, bei einer Gesamtjahresgehalt von 24 Millionen Euro. Das ist ein deutlicher Kontrast zu den Leistungen des portugiesischen Superstars.
Es ist ein Fakt, den Paratici sich kaum entgehen lassen kann, wenn er nun wieder in Turin sitzt. Die Frage, die sich stellt, ist nicht nur, ob er die aktuelle Offensive der Bianconeri verbessern kann, sondern auch, ob er die Erinnerung an die Ronaldo-Ära als Ansporn oder als Bürde empfindet. Denn die Erwartungen an die Torjäger in Turin sind nach den Jahren mit CR7 immens.
Die Rückkehr von Paratici ist mehr als nur ein Besuch eines ehemaligen Mitarbeiters. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Konfrontation mit dem Erfolg und dem Scheitern, und eine Mahnung daran, dass selbst die größten Transfers nicht automatisch zu Toren und Titeln führen. Ob Paratici aus dieser Erfahrung lernen und Juventus wieder zu alter Stärke führen kann, wird die kommende Saison zeigen.
