Paralympics-tag 6: dreimal gold am mittwoch – italiens eislöwen jagen den vier-sterne-traum
Am Mittwoch kocht Cortina wieder vor Adrenalin. Drei Goldmedaillen im alpinen Skigiganten, ein Eishockey-Knaller gegen Japan und zwei Curling-Partien, die über das Weiterkommen entscheiden – das ist der sechste Wettkampftag in einer Zahl: neun Stunden Nonstop-Action.
Der erste angriff startet um 9 uhr
Die Sichtlosen-Frauen eröffnen den Tag. Chiara Mazzel und Guide Fabrizio Casal haben schon drei Edelmetalle um den Hals, jetzt jagt das Duo die vierte Krönung im Riesenslalom. Parallel läuft Martina Vozza mit Ylenia Sabidussi – beide wollen das Podest erobern, bevor die Sonne über den Tofana-Gipfeln steht. Zweiter Durchgang ab 12.30 Uhr, dann steht fest, ob Italien die Alpine-Kategorie dominiert.
Die sitzenden und stehenden Frauen starten ebenfalls, doch ohne Azzurre im Starterfeld. Das ist kein Nachteil – es konzentriert den Fokus auf Mazzel und Vozza, die mit jedem Schwung Geschichte schreiben können.
Curling: letzte steine vor dem viertelfinale
13.35 Uhr, Eisarena Cortina: Italien trifft auf Lettland. Das Mixed-Team um Olympic-Flagge Angela Menardi braucht einen Sieg, sonst wird die K.-o.-Runde zur Fata Morgana. Drei Stunden später die nächste Faustpfand-Partie gegen Südkorea. Wer beide Matches gewinnt, sichert sich ein Ticket für die Medaillenrunde. Kein Spieler wird vor 18.35 Uhr schlafen können.
Abendprogramm mit schlagzahl
19.05 Uhr verwandelt sich die Eishalle in einen Hexenkessel. Die italienischen Para-Ice-Hockey-Löwen treffen auf Japan. Nach der Niederlage gegen Kanada ist dies die letzte Chance auf Platz fünf – ein Ergebnis, das bei der Heim-WM 2026 als Sechser-Seedung gold wert ist. Die deutsche Mannschaft spielt bereits um 14.35 Uhr gegen die Slowakei, doch die Augen der Fans brennen auf das Azzurri-Duell.
Die Bilanz nach fünf Tagen: fünf Medaillen, drei davon Gold. Mazzel/Casal könnten heute die vierte Gold-Auszeichnung holen – das wäre die beste Bilanz Italiens seit Turin 2006. Die Zahlen sprechen für sich: 13 Athleten, 13 Geschichten, ein Land, das sich selbst neu erfindet. Wer heute vorbeischaut, erlebt Sport ohne Netz und doppelten Boden – und vielleicht den Moment, in dem Chiara Mazzel zu einer Legendewird.
