Pandev packt aus: „bei lazio wurde ich gequält – trotzdem war das meine beste zeit“

Goran Pandev spricht erstmals offen über die Schattenseiten seiner Karriere. Der mazedonische Europameister verrät, wie ihn Lazio-Coach Delio Rossi mit 15-Kilometer-Waldläufen fertigmachte – und warum er trotzdem nie ein Wort wehrte.

„Lotito erpresste mich, während meine frau schwanger war“

Pandev liefert Details über den Streit mit Lazio-Präsident Claudio Lotito, der ihn sechs Monate außer Kader setzte. „Jeden Tag kam jemand ins Trainingslager, um mir den Stift in die Hand zu drücken. Das war reine Psychoterror“, sagt der heutige Verbandsdirektor. Lotito lehnte Angebote von Juve, Atlético und Zenit ab – obwohl Pandev mit Infiltrationen spielte.

Den Tiefpunkt erlebte er während des Supercup-Siegs 2009 gegen Inter: „Ich saß allein vor dem Fernseher, während meine Kollegen feierten.“ Die Fans beschimpften ihn als „Zigeuner“, er konterte mit einem „Bastardo“-Ruf nach einem Tor für Napoli. „Heute würde ich es nicht wiederholen, aber die Wunde war frisch.“

Der beste pandev war der gequälte pandev

Der beste pandev war der gequälte pandev

Trotz Tortur lobt er Rossi: „Er hat mich zur Bestform gebracht. Das Lazio-Trikot war meine zweite Haut.“ Seine Highlights: ein Solo gegen Juve über Cannavaro, Thuram und Buffon sowie Doppelpack gegen Real Madrids Galácticos. „Van Nistelrooy schickte mir später seine Trikot – mit Handschrift: ‚Respekt!‘“

Nach der Flucht zu Inter folgte das Triple. Das Geheimrezept? „Carbonara vor Spielen und schief sitzende Socken im Flieger – Mourinho erlaubte alles, nur Trainingssünden nicht.“

Pandev schließt mit einem Seitenhieb auf Galatasaray: „Dort war ich naiv. Aber ich ging von Strumica nach ganz oben – mit fünf Coppa Italia, einem Supercup und einem Europameister-Titel im Gepäck. Mehr geht nicht.“