Palou schlägt zurück: indycar-meisterschaft wird zur herzschlag-finali
Ein 24. Platz in Phoenix? Vergessen. Álex Palou hat in Barber seine Visitenkarte neu aufgelegt – und die Meisterschaft wieder aufgemischt. Mit dem zweiten Saisonsieg binnen vier Rennen rückt der Spanier auf zwei Zähler an Spitzenreiter Kyle Kirkwood heran. Die 156:154-Punkte-Stand zwischen ihnen ist reinste Kosmetik.

Kirkwoods vorsprung schmilzt – lundgaard klopft von hinten an
Der Andretti-Pilot hatte nach seinem Arlington-Coup noch Luft nach oben gegriffen. Vier Top-5-Platzierungen, eine Flagge im Kasten – das reicht jetzt nur noch für ein Mini-Polster. Dahinter formiert sich Christian Lundgaard zur echten Bedrohung. 35 Punkte Rückstand klingen nach viel, doch der Däne liebt permanente Kurse und hat McLaren-Teamkollege Pato O’Ward bereits 22 Zähler abgenommen.
Die Mexiko-Hoffnung war gemeinsam mit Josef Newgarden, Scott McLaughlin und Will Power in der ersten Saisonphase auf Tauchstation gegangen. Newgarden hinkt mit 113 Punkten bereits mehr als ein Rennen hinter Palou her, McLaughlin und Dixon teilen sich den neunten Rang mit 99 Punkten – Power findet sich gar nicht erst im Top-10 wieder. Zu früh für Panik? Vielleicht. Aber die Trendkurve zeigt nach unten.
Palou dagegen fährt bereits die dritte Variante der IndyCar-Bahnen souverän: Oval, Stadtkurs, permanente Strecke – er kann alles. Nur Phoenix blieb ein Schönheitsfehler, der seine Statistik trübt. Löschen lässt sich der Patzer nicht, aber überspielen schon. Denn wer zwei von vier Rennen gewinnt, darf getrost von Titel-Kurs sprechen.
Die Saison ist noch lang, doch der Eindruck verdichtet sich: 2026 wird zur Zwei-Kampf-Show zwischen Kirkwoods Angriffslust und Palous Eiswürfel-Nerven. Wer nach fünf Rennen noch keine 100 Punkte hat, kann sich warm anziehen. Die Meisterschaft ist offen – und sie wird heiß.
