Paderborn feiert aufstieg: schlaflose nacht und bierdusche!

Chaos, Jubel, und eine gehörige Portion Bier – so feierte der SC Paderborn den historischen Aufstieg in die Bundesliga! Nach einem dramatischen Relegationsrückspielgegen den VfL Wolfsburg, das erst in der Verlängerung mit 2:1 zugunsten der Ostwestfalen entschieden wurde, stürmten tausende Fans den Rasen und verwandelten das Stadion in eine riesige Partyzone.

Curda: "wahnsinn, was hier abgeht!"

Curda: "wahnsinn, was hier abgeht!"

Der entscheidende Treffer fiel durch Laurin Curda, der inmitten der Ekstase auf dem Rasen bereits eine schlaflose Nacht ankündigte. "Ich kann es noch nicht glauben!", raunte er überwältigt. "Als kleiner Junge war das ein Traum, und der geht jetzt in Erfüllung." Die Freude war schier unbegreiflich, ein Gefühl, das man nur aus dem Fernsehen kenne, so der jubelnde Stürmer.

Bilbija, der mit seinem Ausgleichstreffer den Grundstein für den Sieg gelegt hatte, stimmte zu: "Es ist einfach unfassbar und einmalig!" Auch Torwart Dennis Seimen schwärmte bei Sat.1 von der Leistung seiner Mannschaft und betonte, dass der Aufstieg mehr als verdient sei.

Ein Schlüssel zum Erfolg war zweifellos das unbändige Mannschaftsgefühl. Vereinsurgestein Sven Michel erklärte: "Wir sind ein Riesenteam, jeder steht für jeden ein. Das werden wir erst in vielen Jahren wirklich begreifen, was wir hier geleistet haben." Der Trainer, Ralf Kettemann, brauchte nach dem Schlusspfiff kurz eine Auszeit in der Kabine, bevor er sich der obligatorischen Bierdusche auf dem Rasen stellte.

Kettemann betonte, dass die Planung für die Bundesliga nun beginne, aber auch warnte: "Aufgestiegen ist der Verein zwar schon zweimal, aber drin geblieben ist er noch nicht. Da müssen wir kluge Entscheidungen treffen." Die Feierlichkeiten werden am Dienstag um 17 Uhr am Rathaus ihren Höhepunkt erreichen, bis dahin wird wohl kaum jemand in Paderborn ein Auge zumachen.

Die Fans, die den Rasen gestürmt hatten, feierten ausgelassen, während die Spieler ihre Emotionen kaum unterdrücken konnten. Ein historischer Moment für den SCP, der nach 29 Jahren Bundesliga-Abstinenz wieder in der höchsten Spielklasse vertreten sein wird. Wolfsburg hingegen muss sich mit dem Abstieg in die Zweite Bundesliga zufrieden geben.