Klinsmann feuert dfb: wm-titel oder gar nichts – usa 2026 wird zur zerreißprobe
Jürgen Klinsmann jagt einen Schock durch den DFB. Der Ex-Bundestrainer verlangt von der Nationalelf nichts weniger als den WM-Titel 2026 – alles andere sei «ein kompletter Fehlanreiz».
Die ansage kommt knallhart
«Wir haben die Verpflichtung, immer den WM-Titel ins Visier zu nehmen», sagt der Weltmeister von 1990 der „Rheinischen Post“. Für Klinsmann ist jedes Halbfinale-Gerede «Geschwafel». Nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus gegen Spanien bei der Heim-EM sei er «schockiert» gewesen, wie schnell die Medien Positives daraus kochten. «Ein Erfolg war das nicht», knallt er in die Tasten.
Die Erinnerung brennt. 1994 rauschte Deutschland im Viertelfinale gegen Bulgarien raus. «Wir haben uns wochenlang nicht in die Öffentlichkeit getraut», erinnert sich Klinsmann. 1998 folgte das gleiche Debakel. Das Gefühl: «Wir sind die Vollblinden.»

Nagelsmann steht auf der gleichen seite – fast
Julian Nagelsmann hatte nach der EM schon verkündet, Deutschland wolle Weltmeister werden. Klinsmann bestätigt: «Die Aussage gilt.» Doch der 61-Jährige warnt vor dem neuen XXL-Format. 48 Teams, 104 Spiele, endloser Spielplan. «Meine Sorge: Das Turnier wird verwässert», so Klinsmann. Zu viele Außenseiter, zu wenig Klasse. Das Risiko für Überraschungen steigt – und damit auch die Chance auf ein neues Debakel.
Ein weiterer Stolperstein: Politik. Bei WM 2018 in Russland und 2022 in Katar zerredeten deutsche Kommentatoren «alles kaputt», klagt Klinsmann. Die Spieler spürten die Abstrahlung. «Wenn wir uns auf Fußball konzentrieren, wird es eine wundervolle Erfahrung.»

Jetzt heißt es liefern oder schweigen
Die Anspruchskurve zeigt nach oben. USA, Kanada, Mexiko – drei Länder, riesige Stadien, Millionen Zuschauer. Die deutsche Historie verpflichtet. Vier WM-Titel, vierfacher Champion. «Der Anspruch kann nicht kleiner gemacht werden», betont Klinsmann. Somit steht der DFB vor der Zerreißprobe: Entweder der Titel oder eine neue Erklärungsnot. Die Uhr tickt. 891 Tage bis zum Eröffnungsspiel in New York.
