Owetschkin jagt gretzky mit der 1000 – nur noch 16 tore fehlen
Die Scheibe schlug im Colorado-Kasten ein, das Verizon Center explodierte – und die NHL hielt den Atem an: Alexander Owetschkin markierte gegen die Avalanche seinen 1000. Treffer im Dress der Washington Capitals. 923 davon erzielte der Russe in der regulären Saison, 77 in den Playoffs. Mit 40 Jahren schreibt er weiter Geschichte, während die Legende Wayne Gretzky nur noch 16 Tore Vorsprung hat.

Gretzkys letzte bastion beginnt zu wackeln
Die 894 „regular-season“-Tore des Kanadiers galten jahrzehntelang als unantastbar. Owetschkin riss diese Marke bereits im Frühjahr 2025 ein. Nun richtet er den Blick auf die Gesamtzahl aus Hauptrunde und Playoffs – 1016 Treffer stehen dort zu Buche. Bei elf noch ausstehenden Spielen für Washington und einem möglichen Playoff-Einzug ist der Rekord innerhalb einer Saison zu erreichen.
Die Zahlen sind schon jetzt absurd. Seit 2004 verlässt der Linksaußen kaum die Score-Listen, seine 923 Saisontore holte er in nur 1326 Partien. Rechnet man die 77 Playoff-Treffer hinzu, kommt Owetschkin auf eine Quote von 0,75 Toren pro Spiel – ein Tempo, das selbst Gretzky in seinen besten Jahren selten erreichte.
Trainer Spencer Carbery schickte seinen Kapitän nach dem 2:3 nach Verlängerung mit 28 Minuten Eiszeit direkt in die Kabine. „Er spürt den Druck, aber er liebt ihn“, sagte Carbery. „Alex trägt unseren Truck und lenkt ihn mit einem einzigen Handgelenkschlag.“
Die Capitals liegen zwei Punkte hinter dem letzten Wildcard-Platz. Ein Playoff-Aus würde Owetschkins Jagd verzögern, nicht beenden. Denn der 40-Jährige hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert – mit einer Klausel, die ihm erlaubt, auch mit 42 noch aufzulaufen. Die Liga hat den Countdown längst gestartet: Gretzkys letzte Zahl tickt.
Owetschkin selbst wischte nach dem Spiel die Rekordfrage beiseite. „Ich schieße, wir gewinnen – das ist alles“, sagte er mit dem grimmigen Lächeln, das ihn seit 20 Jahren begleitet. Die nächste Chance, Gretzkys 1016 zu verkürzen, kommt am Freitag in Detroit. Dann zählt wieder nur ein Ziel: das Netz – und danach vielleicht die Ewigkeit.
