Ovechkin knackt die 1000er-marke: russischer torjäger tritt in gretzkys geheiligte reihen
Alex Ovechkin schlägt wieder zu. Der 40-jährige Russe der Washington Capitals schraubt seine NHL-Tor-Bilanz auf 1000 Treffer – nur Wayne Gretzky war ihm je zuvor voraus.

Ein treffer wie ein schlag in die magengrube
Im dritten Drittel der Partie gegen die Colorado Avalanchejagt Ovechkin die Scheibe ins Netz. Die Anzeige springt auf 2:3, die Caps verlieren, doch das Resultat ist Makulatur. Die Zahl, die zählt, ist die 1000. 923 davon erzielte er in der regulären Saison, 77 in den Playoffs. Die Arena erbebt, die Rekordjagd ist Geschichte.
Schon im Vorjahr hatte der Linksaußen Gretzkys bislang unangetastetes Regular-Season-Maximum von 894 Toren überflügelt. Nun rückt auch die kombinierte 1000er-Marke in seinen Besitz – ein Kunststück, das selbst im Video-Game-Modus schwer zu simulieren ist.
Die Capitals indes hängen im Tabellenkeller der Eastern Conference fest, aktuell Zwölfter. Die Saison ist jung, die Hoffnung auf Playoffs schmal. Doch die Trophäe, die Ovechkin heute mitnimmt, wiegt schwerer als jede Punktewährung. Sie ist ein Monolith aus Eis und Zahlen, der sagt: Hier stand ein Jahrhundertstürmer.
Gretzky selbst schickte sofort Glückwünsche. „Er schießt, er trifft, er bleibt“, lautete die Botschaft des Kanadiers. Eine Hommage in Kurznachrichten-Format, passend für eine Generation, die Statistiken als GIFs teilt.
Ovechkin selbst wirkte nach dem Spiel wie nach einem Boxkampf: verschwitzt, blutunterlaufene Lippe, Stimme rau. „Tausend ist schön, aber ich will noch mehr“, sagte er auf Russisch, bevor er zum Bus verschwand. Die Jagd geht weiter – und die Liga schaut gebannt zu, wie ein Einzelgänger die Messlatte immer höher schraubt.
