O'sullivan fegt muir weg und schraubt century-rekor auf 1315
Ronnie O'Sullivan schlug in Yushan nach 44 Tagen Wettkampfpause zurück – und es klang wie ein Schlag auf Gong. 5:1 gegen Ross Muir, zwei Centuries, ein verpasstes Maximum: Der 50-Jährige lieferte die nächste Episode seiner Doku „Wie ich dem Alter davonlaufe“.
Frame eins, 98 Punkte, keine Antwort. Frame zwei, 83, Muir sitzt wieder nur. Frame drei, 69, der Schotte schüttelt ab, als hätte jemand die Heizung hochgedreht. Er holt sich Frame vier mit 60, aber das war’s. O’Sullivan antwortet sofort mit einer 113 – und hätte fast das 15. Maximum seiner Karriere gelöchert, versenkt stattdessen aus Versehen den Spielball. Kein Theater, nur ein Achselzucken. Im sechsten Frame jagt er die 114, Century Nummer 1315, Weltrekord. Abpfiff.

Warum yushan o'sullivan wieder liebt
Die Halle in der Jiangxi-Provinz ist sein Wohnzimmer geworden. 2019 triumphierte er hier, 2023 wieder, und jetzt dieser Auftakt. Die chinesischen Fans skandieren „Huo-jian“ – Rakete –, als wäre die Anreise ein Marsflug. Dabei war O’Sullivan gar nicht sicher, ob er überhaupt startet. Die Deadline für das Players Championship ließ er verstreichen, die Gerüchteküche brodelte über Rücktritt und Burn-out. Stattdessen sitzt er jetzt in der 2. Runde, Gegner Matthew Selt, weil Ishpreet Singh Chadha absagte.
Die Statistik trinkt Kaffee und schreibt mit: 92 Turniersiege, 1315 Centuries, 15 Maximums – und keine Spur von Rost. Die Frage ist nicht mehr, wie lange er spielt, sondern wie lange die Verfolger brauchen, um seine Spur zu finden.
Muir, 28 Jahre jünger, bekam eine Lektion in Tempo und Temperament. „Ich habe gelernt, dass „schnell“ ein relativer Begriff ist“, sagte er nach dem Match trocken. O’Sullivan selbst? Kein großes Statement, nur ein Foto auf Instagram: Schläger über die Schulter, Blick in die Ferne, Caption: „Still here.“
Die nächste Runde ist heute Abend. Wer ihn stoppen will, braucht mehr als gute Nerven – er braucht eine Zeitmaschine.
