Österreichs damen versinken im gruppenchaos – null punkte, große sorgen
Ein Treffer von Zara Kramzar in der 21. Minute genügte, um Österreichs Fußball-Damen am Freitagabend in Maribor auf Null zu stellen. 0:1 in Slowenien, 0:2 Punkte in der WM-Quali – und schon droht das Aus, echt der Grusel-Start in eine angeblich machbare Gruppe.
Der plan wackelt, der spielplan hetzt
Noch vor zwei Monaten klang Alexander Schriebl entspannt: „Norwegen ist der Favorit, aber die anderen Spiele sind lösbar.“ Jetzt steht seine Truppe ohne Treffer, ohne Punkt da, und die Konkurrenz atmet auf. Der Blick auf die Tabelle zeigt: Norwegen führt mit 6 Punkten, Dänemark folgt mit 3, Slowenien springt nach dem Sieg auf Rang zwei – Österreich bleibt Schlusslicht.
Die Rechnung ist gnadenlos. Vier Siege aus sechs Partien sichern direkt das Ticket für die WM 2027 in Brasilien. Wer nicht unter den Gruppenersten landet, muss über Umwege in die Playoffs. Die ÖFB-Auswahl hat damit schon jetzt keinen weiteren Ausrutscher erlaubt. „Wir haben 180 Minuten gespielt, keine einzige Phase dominiert“, sagte Verteidigerin Virginia Kirchberger unverblümt nach Abpfiff.

Doppelfight gegen deutschland – das thermometer steigt
Bereits am 14. und 18. April geht es gegen den großen Nachbarn. Das DFB-Team kam mit 3:0 gegen Dänemark durch, gilt als sicherer Gruppensieger – und wird in Wien und Bielefeld nichts verschenken. Für Schriebl werden die Partien zum Poker: Punkte oder Exit? Österreichs Torfrau Manuela Zinsberger fordert „Kopf hoch und Vollgas“, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: zwei Spiele, null Tore, zwei Gegentore, Rote Laterne.
Die UEFA hat den Modus bewusst auf Kante genäht: Nur die Gruppensieger der Liga A fliegen direkt nach Brasilien. Alles andere bedeutet Playoff-Stress, zwei zusätzliche Runden im Oktober 2026. Wer jetzt strauchelt, jagt hinterher – und trifft dabei auf Holland, Spanien oder Frankreich. Die Sloweninnen jedenfalls haben ihre Hausaufgabe gemacht. Kramzars Volley nach einer halb gelösten Ecke war ein Schock, der sich bis zum Schlusspfiff zog.
Österreichs Damen sind also gewarnt: Die Qualifikation wird kein Spaziergang, sondern ein Kraftakt. Die nächsten 180 Minuten gegen Deutschland entscheiden, ob die Reise nach Brasilien noch realistisch ist – oder ob schon im Frühjahr der WM-Traum platzt.
