Österreich kämpft um wm-ticket: legionäre stützen die hoffnungen

Die Handball-Nationalmannschaft Österreichs steht vor einer entscheidenden Phase im Kampf um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027. Im Duell gegen Polen setzt Teamchef Iker Romero auf eine Mischung aus erfahrenen Routiniers und einer beeindruckenden Anzahl an Legionären – neun Spieler aus der Daikin Handball-Bundesliga sind Teil des 17-köpfigen Kaders.

Vertrauen in die bewährte mischung

„In Absprache mit Patrick Fölser und Erwin Gierlinger haben wir uns auf diesen Kader festgelegt, von dem wir überzeugt sind, dass wir mit ihm die Play-offs erfolgreich bestreiten können“, erklärte Romero. Der Spanier baut auf den Spielern, die in den vergangenen Jahren bereits für positive Überraschungen sorgten. Rückkehrer wie Sebastian Frimmel und Michael Miskovez, die sich von ihren Verletzungen erholt haben und wieder zu alter Stärke in ihren Vereinen finden, sind ein zusätzlicher Ansporn. Die Entwicklung des Teams lässt Romero zuversichtlich zurückblicken: „Jeden Tag, jede Woche, bei jedem Spiel merkt man, dass das System immer besser greift.“

Polen als bewährungsprobe

Polen als bewährungsprobe

Doch der Weg zur WM ist alles andere als einfach. Polen, nach dem EM-Turnier als Platz 21 klassifiziert, hat sich durch die Verpflichtung von Kamil Syprzak von Paris St. Germain weiter verstärkt. „Polen hat unglaublich viel Qualität und viele Möglichkeiten im Kader. Sie haben große Spieler mit einem starken Wurf, technisch versierte Spieler und eine starke Deckung“, analysiert der ÖHB-Teamchef. Die österreichische Mannschaft ist sich der Herausforderung bewusst, zeigt aber Kampfgeist. „Wir wollen zur WM und werden alles dafür geben.“

Der Kader spiegelt die Vielseitigkeit des österreichischen Handballs wider. Von Leon Bergmann im Tor bis zu Lukas Herburger im Kreis sind Spieler aus verschiedenen Ligen vertreten, darunter die deutsche Handball-Bundesliga, die ungarische Liga, die französische Liga und die Schweizer Liga. Die Integration dieser Spieler in das Team scheint nach Ansicht Romeros immer besser zu funktionieren. Die Stärke liegt nun darin, die individuellen Qualitäten in ein funktionierendes Kollektiv zu integrieren.

Ein besonderes Augenmerk gilt der fehlenden Linkshänder-Option im Rückraum. Romero muss hier kreative Lösungen finden, um die taktische Flexibilität des Teams zu gewährleisten. Die kommenden Spiele gegen Polen werden zeigen, ob die Strategie aufgeht und ob sich die Investition in die Legionäre auszahlt.

Die kommenden Partien werden entscheidend sein. Die österreichische Mannschaft muss ihre Leistung abrufen und zeigen, dass sie zu den besten Handball-Teams Europas gehört. Nur so kann das Ticket für die WM 2027 gebucht werden. Der Druck ist hoch, die Vorfreude groß. Die Fans dürfen gespannt sein.