Österreich gegen jordanien: kann rangnick-elf geschichte schreiben?

Nach 28 Jahren Durststrecke kehrt Österreich zur Fußball-Weltmeisterschaft zurück, doch der Weg ist steinig. Das Duell gegen Jordanien in der Gruppe D ist mehr als nur ein Spiel – es ist eine Chance, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine neue Ära einzuläuten. Die Erwartungen sind hoch, die Herausforderungen beträchtlich.

Ein generationenwechsel unter rangnick

Die Rückkehr Österreichs in den WM-Kreis ist maßgeblich Ralf Rangnick zu verdanken. Seit seinem Antritt im Juni 2022 hat er die Mannschaft mit seinem dynamischen „Gegenpressing“ versehen und eine beeindruckende Qualifikationsphase hingelegt. Sechs Siege, ein Unentschieden und lediglich eine Niederlage – das sind die Fakten, die Bosnien zur Relegation schickten. Doch Rangnicks Einfluss reicht über die Ergebnisse hinaus. Er hat eine neue Mentalität geschaffen, die sich bereits bei der Europameisterschaft zeigte, wo Österreich als Gruppenerster in einer Gruppe mit Frankreich, Polen und den Niederlanden hervorging.

Die Frage, wer den verletzten Baumgartner im zentralen Mittelfeld ersetzen wird, bleibt vor dem Spiel gegen Jordanien spannend. Die Auswahl ist groß, aber Rangnick muss die richtige Entscheidung treffen, um das Spielgeschehen kontrollieren zu können.

Jordanien: der underdog mit asien-pokal-flair

Jordanien: der underdog mit asien-pokal-flair

Jordanien erlebt eine historische Premiere: Ihre erste Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft. Mit einem Marktwert von lediglich 20 Millionen Euro ist Jordanien nominell die zweitwertvollste Mannschaft des Turniers – nur Katar ist noch geringer bewertet. Aber der Schein trügt. Die Mannschaft von Trainer Sellami zeigte bereits bei der Asienmeisterschaft 2024, wo sie im Finale knapp gegen Katar verloren, ihr Potenzial. Das Unentschieden gegen Spanien im letzten Test ist ein weiterer Beweis für ihren Kampfgeist.

Die Schlüsselrolle spielt Al Tamari, der pfeilschnelle Flügelspieler von Stade Rennes. Seine Dribbelstärke und sein Torinstinkt könnten für Österreichs Abwehr eine echte Herausforderung darstellen. Rangnick wird sich wahrscheinlich gezwungen sehen, Laimer ihm auf den Füßen zu bleiben, um seine Gefahr einzudämmen. Die direkte Konfrontation zwischen Laimer und Al Tamari wird das Spielgeschehen maßgeblich beeinflussen.

Die jordanische Mannschaft hat während der Qualifikation nur drei Niederlagen in 16 Spielen kassiert. Ihre Entschlossenheit und ihr taktischer Schläue machen sie zu einem ernstzunehmenden Gegner. Sie haben nichts zu verlieren und werden mit aller Energie für den Sieg kämpfen.

Die Rasenbedingungen werden ebenfalls eine Rolle spielen. Wer das Spiel besser kontrolliert, wird auch das Feld für sich beanspruchen können. Viel wird davon abhängen, wie gut die österreichische Mannschaft in der Lage ist, Rangnicks taktische Vorgaben umzusetzen und die jordanische Mannschaft unter Druck zu setzen.

Die Ausgangslage ist klar: Österreich ist der Favorit, aber Jordanien hat bereits bewiesen, dass es auch größere Gegner überraschen kann. Wer die Nerven behält und die wenigen Chancen konsequent nutzt, wird sich am Ende gegen den anderen durchsetzen. Ein spannendes Spiel ist garantiert.