Osterpreise explodieren: flug und bahn verlangen bis zu 418 euro

418 Euro für einen Inlandsflug – das ist keine Business-Class, sondern der günstigste Preis, den Verbraucherschützer gerade für die Strecke Genua–Catania über Ostern fanden. Die Tarife springen nach oben, als hätten Airlines und Bahn den Countdown zur Ferienwoche gestartet.

Warum gerade jetzt alles teurer wird

Warum gerade jetzt alles teurer wird

Der Auslöser ist ein perfekter Sturm: Osteranfang, Mittelost-Konflikt, geschlossene Lufträume und steigende Kerosinpreise. Assoutenti hat 20 Tage vor dem Fest 18 Top-Verbindungen analysiert. Ergebnis: Selbst wer nur Handgepäck dabei hat, zahlt auf fast jeder Route dreistellige Beträge. Milano–Crotone? 343 Euro. Roma–Reggio Calabria? 324 Euro. Die Liste liest sich wie ein Preisleitfaden für internationale Langstrecken – nur dass hier niemand die Alpen überquert.

Die Bahn will mitmischen, kann aber nicht günstiger. Italo verlangt 185 Euro für Turin–Reggio Calabria, Trenitalia 120 Euro für Mailand–Lecce. Die Tickets kosten fast so viel wie ein Flug, nur dauert die Reise dreimal so lange. Wer also das Auto auspackt, sieht sich an der Tankstelle demnächst mit Dieselpreisen konfrontiert, die seit Januar um 12 Prozent geklettert sind. Es bleibt keine billige Mobilität übrig – außer vielleicht der Daumen, und der ist selten pünktlich.

Die Airlines wälzen ihre Krisenverluste sofort auf die Kunden um. Gabriele Melluso, Präsident von Assoutenti, rechnet vor: „Jede geschlossene Route im Nahen Osten treibt die Betriebskosten nach oben. Die Airlines verlieren Geld, also kassieren sie bei Buchungen nach.“ Die Strategie funktioniert, weil die Nachfrage steigt. Italiener wollen nach Sardinien, Sizilien oder Kalabrien – und buchen, beil es noch teurer wird.

Die nächsten Tage dürften die Preise weiter klettern. Wer heute zögert, zahlt morgen vielleicht 500 Euro für einen Kurzstreckenflug. Die Ferien beginnen am 3. April, und die Sitze werden knapp. Die Gewinner dieses Preissprungs sind klar: Konzerne, die ihre Margen retten. Die Verlierer: Reisende, die einfach nur nach Hause wollen – oder endlich wieder ans Meer.