Oslo wirft raimund raus – 35-jähriger schweizer lacht sich zum ersten sieg

Der Olympiasieger fliegt raus, der Weltcup-Champion auch. Philipp Raimund und Domen Prevc schieden am Holmenkollen schon nach dem ersten Spruch aus. Den Sieg holte sich Gregor Deschwanden – mit 35 Jahren und zwei Mal über 130 Meter.

Nebliger holmenkollen wird zur falle für favoriten

Es war der Tag der Entzauberung. Dichtes Weiß legte sich über die Schanze, der Wind wechselte wie ein Lotteriespiel. Raimund erwischte einen schlechten Start, landete bei 116 Metern und verpasste das Finale als 34. Prevc folgte mit 117,5 Metern und Platz 42. „Ich war zwei Meter zu spät beim Absprung“, sagte Raimund im ARD-Mikro. „So schnell kann es gehen.“

Maximilian Ortner zeigte, dass man auch bei diesen Bedingungen fliegen kann. Der Österreicher flog zweimal stabil auf 128 Meter und verpasste den Sieg nur um 1,4 Punkte. Naoki Nakamura wurde Dritter. Bester Deutscher war Andreas Wellinger auf Rang 17. „Kleine Brötchen backen“, kommentierte er seine Sprünge. „Selbstvertrauen ist nur bedingt vorhanden.“

Deschwanden nutzt die chance seines lebens

Deschwanden nutzt die chance seines lebens

Der Schweizer hatte in 15 Jahren Weltcup nie gewonnen. Im Nebel von Oslo schlug er zweimal zu, stieg auf 131 und 133 Meter und feierte vor 30.000 Zuschauern den ersten Triumph. „Ich wusste, dass ich es kann“, sagte er. „Heute war mein Tag.“

Für Raimund ist die Niederlage ein Dämpfer vor dem Saisonfinale in Planica. Die Luft sei „ein bisschen raus“, gab er zu. Die nächsten Tage werden zeigen, ob er noch einmal angreift oder die Saison mit einem Fragezeichen beendet.