Basketballer stürzt nach wildem korbeinschlag in kroatien – video erschüttert fans

Es dauert keine fünf Sekunden, da kracht der Korb wie ein Rammbock auf den Spieler – und die Halle verstummt. Die Szene aus der kroatischen Erstliga-Partie zwischen Kvarner und KK Split zeigt, wie schnell Sport zur Gefahr wird.

Was genau passierte?

Kurz vor Mitternacht Ortszeit wirft ein Kvarner-Akteur aus der Drehung, trifft, will zurücklaufen – doch das Gestell kippt. Ein Splitter der Stahlkonstruktion trifft den Kopf des Angreifers, er sackt. 00:39 Uhr steht auf der Spieluhr, als die Notärzte eilen. Die Übertragung von HKS TV bricht ab, die Kommentatoren schweigen.

Erste Diagnose: leichte Schädelprellung, kein Bewusstseinsverlust. Der 24-jährige Guard Dejan Milić wird ins Vinogradska-Krankenhaus gebracht, kann das Stadion später auf eigenen Beinen verlassen. „Er geht es den Umständen entsprechend gut“, sagt Split-Sprecherin Ana Barić. Die Partie wird nach 25-minütiger Unterbrechung fortgesetzt, Kvarner verliert dennoch 78:84.

Warum konnte der korb umkippen?

Warum konnte der korb umkippen?

Die Halle in Rijeka wurde 1983 erbaut, die mobilen Korbanlagen sind laut Liga-Handbuch „regelmäßig geprüft“. Doch genau diese Praxis steht jetzt auf dem Prüfstand. Insider berichten, dass die Sicherungsbolzen an der Rückwand bereits vor Saisonbeginn gewechselt worden seien – allerdings durch ein externes Fitnesstudio, nicht durch den Basketball-Verband. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Die Basketball-Bundesliga Kroatien kündigte an, ab sofort Doppel-Checks vor jedem Spieltag vorzunehmen. „Wir werden keine Einsparungen mehr akzeptieren, wenn es um Leib und Leben geht“, sagt Liga-Chef Marko Grubišić. Für Kvarner droht ein Punktabzug, sollte Nachlässigkeit bewiesen werden.

Fans diskutieren bereits über Konsequenzen jenseits der Sanktionen. In den sozialen Netzwerken kursiert das Hashtag #solidarnaRijeka, mit dem Spenden für neue, fest installierte Korbanlagen gesammelt werden. Binnen zwölf Stunden kamen umgerechnet 18.000 Euro zusammen – ein Betrag, der die marode Infrastruktur vieler osteuropäischer Hallen bloßstellt.

Dejan Milić selbst will am Freitag wieder trainieren. „Ich habe Glück gehabt“, sagt er. „Aber das nächste Mal darf kein Glück mehr nötig sein.“