Osasuna schraubt heim-tor-rekord auf 35 spiele – nur psg ist noch besser

El Sadar bebt seit 35 Ligaspielen, bevor der Gegner jubelt. Osasuna schoss in jedem Heimspeld seit dem 5. Mai 2024 ein Tor – ein Serienwert, der in Europas Top-5-Ligen nur von Paris Saint-Germain übertroffen wird. Nach dem 1:0 gegen Girona zieht die Rojillo-Armee mit 45 Treffern in Serie an den französischen Spitzenclub heran und lässt Bayern München (34), Barcelona (27) und Manchester City (14) hinter sich.

Budimir trägt das stadion auf seinen schultern

Ante Budimir ist kein Stürmer, er ist ein Versicherung. Der Kroate steuerte in 34 der 35 Partiee 27 Tore und sieben Assists – fast jedes Mal, wenn Osasuna traf, war er beteiligt. Gegen Girona köpfte er in der 80. Minute die Hereingabe von Rubén Peña und besiegelte einen Sieg, der längst überfällig schien: Osasuna dominierte die erste Hälfte, scheiterte aber an Paulo Gazzaniga, der zehn Paraden verzeichnete. Die Statistik spuckt trotzdem drei Punkte aus, und das reicht, um die Europa-League-Ränge in Reichweite zu rücken.

Die Tabelle lügt nicht: Platz zehn, ein Punkt hinter Real Sociedad. Die zweite Saisonhälfte ist ein Aufschwung geworden. Nach 19 Spieltagen und 19 Punkten flackerte die Diskussion um Trainer Alessio Lisci auf. Seitdem holte sein Team aus den letzten zehn Partien 18 Zähler – nur Barça und Real Madrid sammelten mehr. Die Kurve zeigt nach oben, und mit ihr die Stimmung im Stadion, das sich in einen europäischen Festungsort verwandelt hat.

Spanische dna statt importpower

Spanische dna statt importpower

Während andere Klubs Scout-Netze in Südamerika spannen, setzt Osasuna auf heimische Kräfte. 21.989 Minuten kamen in dieser Spielzeit auf spanische Feldspieler – Rang drei hinter Athletic Bilbao und Heidenheim, aber vor Barcelona. Nur Valentín Rosier, Enzo Boyomo und eben Budimir halten den Pass eines anderen Landes. Die Belohnung folgt prompt: Víctor Muñoz erhielt seine erste Länderspiel-Einladung für die Testspiele gegen Serbien und Ägypten. Der 22-jährige Mittelfeldspieler verkörpert das Selbstverständnis des Klubs – Talente aus der eigenen Region reichen, um die europäische Elite zu ärgern.

El Sadar war schon immer laut, jetzt ist es auch unberechenbar. Wer hier punktet, muss mehr als nur Talent mitbringen: Er braucht eine Antwort auf Budimirs Kopfball, auf die rote Wand, auf einen Gegner, der seit 364 Tagen nicht mehr zu Null spielte. Die Serie lebt – und mit ihr der Traum von Europa, der in Pamplona längst Realität werden köpfte.