Orlando wirft 24-punkte-vorspross weg, schröder fliegt mit cavs in showdown

Die Playoff-Serie der Orlando Magic gegen Detroit wird zur Geduldsprobe – und zur Farce. Mit 79:93 versenkten die Floridianer beim zweiten Matchball ihre eigene Hochzeit, nachdem sie zwischenzeitlich 24 Punkte vorn lagen. Franz Wagner? Weiterhin in der Reha, Moritz Wagner? Nicht mal auf der Bank. Und so schaut Orlando einem entscheidenden Game 7 in Detroit entgegen, während Cleveland nach einem irrwitzigen 110:112 in Toronto ebenfalls in die Verlängerung der Saison muss.

Wagner-ausfall zwingt orlando in die katastrophe

Ohne den Weltmeister fehlt der Magic jemand, der in kritischen Phasen die Klinke in der Hand hält. Die Pistons dagegen drehen auf, wenn es brennt. Cade Cunningham nagelte 32 Punkte, killte jeden Run und erinnerte daran, warum Detroit die beste Bilanz der Eastern Conference vorzuweisen hat. „Niemals aufgeben, so einfach ist das. Das ist der Detroit-Kampfgeist“, sagte er nach dem Spiel. Die Zahlen sprechen für ihn: 3:3, und Orlando muss am Sonntag in der Little Caesars Arena um die weiße Weste bangen.

Tristan da Silva stemmte sich mit zehn Punkten dagegen, aber das reicht nicht, wenn der Gegner jeden Fehler sofort bestraft. Die Magic verloren das vierte Viertel mit 14:29 – ein Kollaps, der in die Playoff-Historie eingehen wird. Trainer Jamahl Mosley schwieg nach dem Buzzer lange, dann nur: „Wir haben es vermasselt.“

Rj barretts verrückter bounce rettet die raptors

Rj barretts verrückter bounce rettet die raptors

In Toronto lief es nicht anders ab: Die Cavaliers lagen in der Verlängerung noch vorne, dann prallte Barretts Wurf am Ring hoch, tanzte durch die Luft und fiel doch rein – 1,2 Sekunden vor Schluss. 110:112, Saison offen. Dennis Schröder verschwand in der Masse, sieben Punkte, 21 Minuten, kaum Sichtbarkeit. „Ich habe im vierten Viertel und in der Verlängerung nichts getroffen. Gott sei Dank hat dieser Wurf geklappt“, sagte Barrett, als hätte er selbst nicht geglaubt, dass die Kugel noch durchs Netz rutscht.

Die Serie ist jetzt ein Mikrokosmos der NBA: Sechs Spiele, sechs Heimsiege. Cleveland hat am Sonntag das Heimrecht – und die Last, diesem Muster treu zu bleiben.

Lakers nutzen doncic-ausfall und treffen nun auf hartenstein

Lakers nutzen doncic-ausfall und treffen nun auf hartenstein

Weiter im Westen wartet bereits der nächste Deutsche auf den nächsten Showdown. Die Lakers um LeBron James (28 Punkte) buchten mit einem souveränen 98:78 in Houston das Viertelfinale – und treffen nun auf Titelverteidiger Oklahoma City Thunder mit Isaiah Hartenstein. Luka Doncic fehlte erneut, Maximilian Kleber saß in Straßenkleidung auf der Bank. Die Rockets hatten keine Antwort auf James’ Tempo und Anthony Davis’ Defense. 4:2, Ende.

Die Playoffs werden zur Achterbahn: zwei Game-7-Termine am Sonntag, zwei deutsche Akteure mit Schicksalsmission. Wer zittert, fliegt raus. Wer trifft, schreibt Geschichte. Hartenstein wartet bereits, die Wagner-Brüder hoffen. Die Uhr tickt.