Orlando demoliert bucks: 39-punkte-kantersieg – playoff-ticket schon in sicht
Die Orlando Magic haben Milwaukee nicht einfach besiegt, sie haben sie zerlegt. 130:91 – ein Ergebnis, das selbst in der punktfreudigen NBA selten geworden ist. Vier Siege in Serie, Platz sechs im Osten, und die deutschen Jungs liefern mit.
Paolo banchero trägt, deutschland liefert
23 Minuten reichen Superstar Paolo Banchero, um 33 Punkte zu ernten. Dahinter wirft Jalen Suggs 20 – und plötzlich wirkt Orlando wie ein Kandidat für die zweite Runde, nicht bloß für den Playoff-Einzug. Tristan da Silva bringt 5 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists mit, Moritz Wagner 3 Punkte und 9 Boards. Kleine Zahlen? Vielleicht. Aber sie stehen für die Tiefe, die diese Serie erst ermöglicht. Ohne Franz Wagner – der noch immer mit seinem Sprunggips schuftet – wird jeder Minutenanteil zur Bank gewechselten Selbstbewusstseins.
Die Bucks? Fehlender Giannis Antetokounmpo, lethargische Defense, 18 Treffer von Bobby Portis reichen nicht, wenn der Gegner im dritten Viertel schon bei 97 Punkten steht. Milwaukee kassiert die fünfte Niederlage in den letzten sechs Spielen – und schaut plötzlich auf Play-in-Plätze herab.

12:0-Sprint im vierten viertel – das beben nach dem dreier
Suggs trifft von jenseits der Linie, die Amway-Arena tobt auf dem Bildschirm mit, und was danach folgt, ist ein 12:0-Run, der die Bucks endgültig in die Katakomben schickt. Orlando wirft 57 Prozent aus dem Feld, trifft 18 Dreier, gewinnt die Rebound-Statistik 53:39. Es ist kein Zufall mehr, es ist ein Statement.
Die Magic haben die zweitbeste Defense der Liga seit Jahreswechsel und jetzt auch eine Offensive, die keine Wundertüte mehr ist. Jamahl Mosley erlaubt seinen Spielern, schnell zu schalten, aber nur, wenn der Ball fliegt. Kein Hero-Basketball, sondern 28 Assists bei 42 Körben. „Es fühlt sich gut an. Wir passen als Team wirklich zusammen“, sagt Da Silva – und meint damit mehr als eine Momentaufnahme.
Die Tabelle lügt nicht: Mit 35 Siegen rangiert Orlando eine halbe Stunde vor den Playoffs – und hat die Cavaliers, 76ers und Pacers im Nacken. Die Eastern Conference ist ein Pulverfass, aber die Magic haben gerade das Feuerzeug geschwungen.
Milwaukee muss sich fragen, wie linge Antetokounmpos Load-Management tragbar bleibt, wenn die Defensive ohne ihn kollektiv einschläft. Damian Lillard schafft 15 Punkte bei 4/14 – das reicht nicht, wenn das nächste Spitzenteam schon Freitag in Boston wartet.
Orlando reist dagegen nach Charlotte, bereit, die Serie auf fünf zu erweitern. Die Playoff-Tickets werden gerade verteilt – und die Magic haben sich mit 39 Punkten Differenz vorne angestellt. Wer jetzt noch schläft, wird geweckt. Von einem Team, das plötzlich lauter ist als die Konkurrenz.