Dfb-pokal-uhr tickt anders: halbfinale verschiebt sich auf mittwoch und donnerstag

Der DFB-Pokal rüttelt am Kalender. Erstmals seit der Corona-Saison 2020/21 findet das Halbfinale nicht am Dienstag und Mittwoch statt, sondern am Mittwoch, 22. April, und Donnerstag, 23. April. Grund sind Terminkollisionen, die den Deutschen Fußball-Bund zwingen, die traditionelle Anstoßzeit zu verschieben.

Warum der sonntag alles durcheinanderwirbelt

Der Auslöser ist der 30. Bundesliga-Spieltag. Drei der vier Pokal-Halbfinalisten – Bayern München, VfB Stuttgart und SC Freiburg – müssen am Sonntag, 19. April, ran. Erst um 15.30 Uhr empfängt Freiburg Heidenheim, zwei Stunden später rollt in München der Ball beim Topspiel gegen Stuttgart. Nur Bayer Leverkusen ist am Vortag gefordert, spielt Samstag 15.30 Uhr gegen Augsburg.

Der Hintergrund: In der Woche zuvor stehen die Viertelfinal-Rückspiele der Europacup-Teilnehmer an. Sollten Stuttgart oder Freiburg das Europa-League-Viertelfinale erreichen, würden sie am Donnerstag, 16. April, antreten. Die DFL-Vorgabe: mindestens zwei freie Tage zwischen zwei Pflichtspielen. Folge: Der Sonntag wurde zur einzigen Option für den 30. Spieltag – und der Dienstag fiel als Pokal-Termin raus.

Die partien im überblick

Die partien im überblick

Am Mittwoch, 22. April, 20.45 Uhr, empfängt Bayer Leverkusen den FC Bayern München. Ein Tag später, Donnerstag, 23. April, 20.45 Uhr, steigt das badisch-schwäbische Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg. Beide Begegnungen werden live im Ersten übertragen.

Für die Betroffenen bedeutet das: engere Rotation, weniger Regeneration. Julian Schuster und Sebastian Hoeneß müssen ihre Startelfen neu justieren, Vincent Kompany könnte erneut rotieren – vor allem, wenn Bayern noch in der Champions League drin ist.

Die folgen für den rest der saison

Die folgen für den rest der saison

Mit der Festlegung des Pokal-Halbfinale-Termins steht auch der 31. Spieltag schon jetzt fest: Stuttgart und Freiburg müssen am Sonntag, 26. April, antreten. Der VfB empfängt Werder Bremen, der SC reist nach Dortmund. Die restlichen Bundesliga-Partien des 31. Spieltags werden von der DFL erst in den kommenden Tagen terminiert.

Der 34. Spieltag bleibt klassisch: Samstag, 16. Mai, 15.30 Uhr, neun Partien im Parallelbetrieb. Es sei denn, es blitzt noch eine besondere TV- oder Sicherheitsanforderung herein. Doch bis dahin ist Luft – und die Vereine wissen, dass der Pokal sie auch Donnerstagabend noch mal auf Trab hält.

Die Devise lautet: Wer nach Berlin will, muss auch am Donnerstag liefern. Und das ist keine Frage von Tradition, sondern von nackter Terminlogistik.