Olympia-traum für hase/volodin: der weg zum eis-gold

Berliner eiskunstlauf-paar vor olympia-höhepunkt

Am Sonntag beginnt für Minerva Hase und Nikita Volodin bei den Olympischen Spielen die Jagd nach einer Medaille. Das Berliner Paar gilt als eine der größten deutschen Hoffnungen im Eiskunstlauf. Wir beleuchten ihre Geschichte, ihre Chancen und die Konkurrenz.

Der weg zum erfolg: eine kurze geschichte

Der weg zum erfolg: eine kurze geschichte

Minerva Hase und Nikita Volodin stehen erst seit knapp drei Jahren gemeinsam auf dem Eis. Ihr Debüt feierten sie im September 2023 bei der Lombardia Trophy. Der Start war vielversprechend, und die Chemie zwischen den beiden war sofort spürbar. Die sprachliche Barriere wurde schnell überwunden, wie Hase in einem Interview mit rbb24 erzählte: „Wir konnten uns zwar sprachlich nicht verständigen, aber nach fünf Tagen war eigentlich klar, dass das passt.“

Medallienchancen: zwischen hoffnung und realität

Medallienchancen: zwischen hoffnung und realität

Die beiden Läufer gehören zweifellos zum Kreis der Medaillenkandidaten. Während man sie nicht pauschal als Favoriten bezeichnen kann, haben sie durchaus das Potenzial, sogar das Gold zu erreichen – vorausgesetzt, sie zeigen ihre Bestleistung. „Die sechs besten Paare sind zurzeit alle nur ein paar Pünktchen auseinander. Es kommt also drauf an: Wer behält die Nerven?“, so Hase selbst.

Der wettkampfplan: wann laufen hase/volodin?

Der wettkampfplan: wann laufen hase/volodin?

Das Kurzprogramm findet am 15. Februar ab 19:45 Uhr statt. Hase/Volodin laufen allerdings als letztes Paar um 22:47:45 Uhr. Die Entscheidung fällt dann am 16. Februar in der Kür, die um 20:00 Uhr beginnt. Die Reihenfolge in der Kür richtet sich nach den Ergebnissen des Kurzprogramms.

Minerva hases olympia-geschichte: von rückschlägen und neuanfängen

Minerva hases olympia-geschichte: von rückschlägen und neuanfängen

Für Minerva Hase ist Olympia nicht erst seit heute ein Thema. 2018 verpasste sie die Qualifikation, und 2022 in Peking erlebte sie mit ihrem damaligen Partner Nolan Seegert eine Katastrophe. Ein positiver Corona-Test von Seegert und die daraus resultierende Chaos-Situation warf das Paar aus dem Rhythmus. „Es war schlimmste Erlebnis meiner Karriere“, so Hase rückblickend. Doch sie hat daraus gelernt und gestärkt zurückgekommen.

Choreografie und musik: ein kunstwerk auf dem eis

Choreografie und musik: ein kunstwerk auf dem eis

Die Choreografie stammt vom renommierten französischen Experten Benoit Richaud, der bereits an 26 olympischen Programmen mitgewirkt hat. Er beschreibt die Zusammenarbeit mit Hase/Volodin als besonders inspirierend. Für das Kurzprogramm wählten sie den Tango „El Abrazo“ von Maxime Rodriguez & Frederic Ruiz, während die Kür eine Collage klassischer Stücke von Max Richter umfasst.

Erfolge im überblick: eine beeindruckende bilanz

In ihrer kurzen gemeinsamen Karriere haben Hase/Volodin bereits beachtliche Erfolge gefeiert: dreimal Deutscher Meister (2024, 2025, 2026), Bronze bei den Europameisterschaften 2025 und Silber 2026. Auch bei Weltmeisterschaften konnten sie überzeugen: Bronze 2024 und Silber 2025. Diese Erfolge bestätigen ihr Potenzial und geben ihnen Selbstvertrauen für Olympia.

Die größten konkurrenten: ein starkes feld

Die Konkurrenz ist groß. Zu den Favoriten zählen die japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara, das georgische Duo Anastasiia Metelkina/Luka Berulava, das italienische Paar Sara Conti/Niccolò Macii, die kanadischen Weltmeister von 2024 Deanna Stellato-Dudek/Maxime Deschamps und die Olympiasieger von 2022, das chinesische Duo Sui Wenjing/Han Cong. Doch auch Minerva Hase und Nikita Volodin können mithalten, wie Eiskunstlauf-Experte Daniel Weiss betont.