Olympiasiegerin nolte kritisiert mangelnde tv-präsenz des bobsports
Olympia-heldin schlägt alarm: bobsport in gefahr
Die frischgebackene Olympiasiegerin im Zweierbob, Laura Nolte, hat sich in einem klaren Statement zur fehlenden TV-Berichterstattung über den Bobsport geäußert. Die 27-Jährige sieht die Zukunft des Sports gefährdet, sollte sich die mediale Präsenz nicht deutlich erhöhen. Nach ihren Erfolgen bei den Olympischen Spielen – Silber im Monobob und Gold im Zweierbob – blickt Nolte kritisch auf die Situation.

Erfolgreiche spiele, wenig aufmerksamkeit
„Zwei Wochen voller Emotionen, Freud und Leid, Sieg und Niederlage sind Geschichte. Für mich waren sie wie eine Bobfahrt. Es ging runter und hoch“, schrieb Nolte auf Bild. Sie betonte zwar ihre Freude über die Unterstützung in Deutschland und das Engagement von ARD und ZDF bei der Olympia-Übertragung, übte aber gleichzeitig scharfe Kritik an der generellen Medienberichterstattung.
Bobsport: medaillengarant ohne bühne
Nolte bemängelt, dass viele olympische Sportarten, darunter auch der Bobsport, außerhalb der Olympischen Winterspiele kaum eine Bühne erhalten. Oftmals werde der Sport nur im Livestream im Internet gezeigt, wenn überhaupt. „Wir Bobsportler sind mit Abstand der erfolgreichste Medaillengarant, haben aber kaum TV-Präsenz und sind daher auf beinahe selbstlose Sponsoren angewiesen. Das ist im Grunde eine Schande“, so die Sportlerin.
Finanzielle herausforderungen für den bobsport
Die finanziellen Belastungen für den Bobsport sind enorm. Nolte verdeutlichte dies, indem sie die hohen Kosten für den Betrieb aufzählte: „Wir müssen unsere Anschieberinnen bezahlen, aber auch einen Transporter, Hotels, Kufen und vieles mehr. Das allein verschlingt im Jahr locker mehr als 50.000 Euro.“ Viele Athleten müssen demnach „Klinken putzen“, um ihren Sport überhaupt finanzieren zu können.
Droht dem bobsport der olympia-ausschluss?
Die fehlende finanzielle Unterstützung und die geringe mediale Aufmerksamkeit könnten langfristig zu einer Schwächung des Bobsports führen. Es wird sogar darüber spekuliert, dass dem Sport in Zukunft der Ausschluss von den Olympischen Spielen drohen könnte. Nolte warnte, dass der Bobsport nicht nur von hartem Training, sondern auch von viel Idealismus getragen wird.
Bsd zeigt sich optimistisch
Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) zeigte sich gegenüber der Debatte „optimistisch und entspannt, dass wir Lösungen anbieten können“. Man sei sich der Herausforderungen bewusst und arbeite an nachhaltigen Konzepten, um die Zukunft des Bobsports zu sichern. Eine verbesserte TV-Präsenz und eine stärkere finanzielle Unterstützung sind dabei entscheidende Faktoren.
Zusammenfassung der forderungen
- Mehr TV-Übertragungen des Bobsports auch außerhalb der Olympischen Spiele
- Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Athleten und Verband
- Stärkere Einbindung von Sponsoren
- Erhalt der olympischen Disziplin
