Olympia-rückblick: emotionen auf dem eis und jubel im bob
- Die olympischen spiele in mailand und cortina d'ampezzo sind vorbei
- Eiskunstlauf: tränen der freude und bittere enttäuschung
- Bob-festspiele für deutschland und die region
- Der viererbob: ein triumph für fleischhauer und co.
- Eishockey-herren: große erwartungen, enttäuschender verlauf
- Eishockey-frauen: ein wichtiger schritt nach vorn
- Eisschnelllauf: ein verhängnisvoller sturz
Die olympischen spiele in mailand und cortina d'ampezzo sind vorbei
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind zu Ende gegangen. Deutschland beendet die Spiele mit dem fünften Platz im Medaillenspiegel. Ein großer Anteil daran geht auf Athletinnen und Athleten aus Berlin und Brandenburg, die mit ihrem Einsatz und ihren Leistungen beeindruckt haben. Wir werfen einen Blick zurück auf die Highlights und Momente aus der Region.

Eiskunstlauf: tränen der freude und bittere enttäuschung
Das Berliner Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin lieferte eine beeindruckende Leistung ab, auch wenn das erhoffte Gold knapp verpasst wurde. Nach einem starken Kurzprogramm gingen sie als Führende in die Kür, doch kleine Fehler verhinderten den ganz großen Triumph. Am Ende reichte es jedoch immerhin zu einer Bronzemedaille, die das Paar mit großer Freude entgegennahm. "Wir haben nicht Gold verloren, sondern Bronze gewonnen", so Hase nach dem Wettkampf.

Bob-festspiele für deutschland und die region
Im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo feierte das deutsche Bob-Team große Erfolge. Die Potsdamerin Deborah Levi und ihre Pilotin Laura Nolte sicherten sich im Zweierbob die Goldmedaille – eine Wiederholung ihres Erfolgs von Peking. Auch Lisa Buckwitz aus Berlin konnte sich über eine Silbermedaille freuen. Besonders hervorzuheben ist der Potsdamer Anschieber Georg Fleischhauer, der gleich zwei Goldmedaillen gewann: einmal im Zweierbob und einmal im Viererbob.
Der viererbob: ein triumph für fleischhauer und co.
Mit zwei Goldmedaillen im Gepäck war Georg Fleischhauer der Mann des Eiskanals. Im Viererbob, zusammen mit Johannes Lochner, Thorsten Margis und Jörn Wenzel, zeigte das Team eine herausragende Leistung. Auch Joshua Tasche aus Brandenburg war als Anschieber im Bob von Adam Ammour dabei und verpasste nur knapp eine Medaille. Er hatte zuvor in der Rugby-Nationalmannschaft gespielt und zeigte nun seine Vielseitigkeit.

Eishockey-herren: große erwartungen, enttäuschender verlauf
Das deutsche Eishockey-Team, verstärkt durch zahlreiche NHL-Stars wie Leon Draisaitl, galt als Mitfavorit. Trotz eines guten Starts mit einem Sieg gegen Dänemark scheiterte das Team im Viertelfinale an der Slowakei. Die Eisbären Berlin stellten mit Frederik Tiffels, Jonas Müller, Kai Wissmann und Korbinian Geibel vier Spieler in den Kader, aber konnten den Erwartungen nicht gerecht werden. Draisaitl äußerte sich enttäuscht über den Verlauf des Turniers.

Eishockey-frauen: ein wichtiger schritt nach vorn
Die deutschen Eishockey-Frauen schafften den Einzug ins Viertelfinale und zeigten eine starke Leistung gegen Kanada, den Olympiasieger und Vize-Olympiasieger. Obwohl sie das Spiel mit 1:5 verloren, war das Erreichen des Viertelfinales nach zwölf Jahren Olympia-Abstinenz ein großer Erfolg. Laura Kluge aus Berlin war mit drei Toren und vier Vorlagen die beste Scorerin der Vorrunde und trug maßgeblich zum Erfolg bei.
Eisschnelllauf: ein verhängnisvoller sturz
Im Teamverfolgungsrennen der Eisschnellläuferinnen kam es zu einem unglücklichen Sturz von Josephine Schlörb, der die Hoffnungen auf eine Medaille zunichte machte. Trotz einer starken Vorbereitung und eines deutschen Rekords im November war das Team nicht in der Lage, das Missgeschick auszugleichen und landete auf dem fünften Platz.
