Olympia-drama im skeleton: ukrainischer athlet wegen helm-design ausgeschlossen

Streit um gedenkhelm eskaliert – heraskewytsch darf nicht starten

Ein heftiger Streit um das Design des Helms von Wladyslaw Heraskewytsch, dem ukrainischen Skeleton-Athleten, hat zu dessen Ausschluss von den Olympischen Winterspielen 2026 geführt. Der Helm war mit den Bildern von 24 ukrainischen Athleten und Athletinnen bedruckt, die im Krieg ihr Leben verloren haben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die Verwendung des Helms im Wettkampf untersagt, was zu einer öffentlichen Kontroverse führte.

Ioc begründet verbot mit der olympischen charta

Ioc begründet verbot mit der olympischen charta

Das IOC argumentierte, dass das Design des Helms gegen die Olympische Charta verstößt, insbesondere gegen die Prinzipien der politischen Neutralität. Die Darstellung von Kriegsopfern und politischen Botschaften sei im Rahmen eines sportlichen Wettbewerbs nicht zulässig. Diese Entscheidung stieß auf massive Kritik, insbesondere aus der Ukraine, wo der Athlet große Unterstützung genoss.

Unterstützung für heraskewytsch aus der ukraine

Unterstützung für heraskewytsch aus der ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich öffentlich hinter Heraskewytsch gestellt und dessen Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt. Auch andere ukrainische Politiker und Sportler drückten ihre Solidarität mit dem Skeleton-Fahrer aus. Die Aktion wurde als Ausdruck des Gedenkens an die Gefallenen und als Zeichen des Widerstands gegen die russische Aggression interpretiert.

Deutsche athleten äußern verständnis

Deutsche athleten äußern verständnis

Auch einige deutsche Athleten zeigten Verständnis für Heraskewytschs Vorgehen. Der deutsche Rodel-Olympiasieger Felix Loch kritisierte das Verbot des IOC und betonte die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer des Krieges. Er verwies darauf, dass Sport auch eine Plattform für wichtige Botschaften sein könne.

Die deutschen starter im männer-skeleton

Die deutschen starter im männer-skeleton

Trotz der kontroversen Diskussion stehen die ersten beiden Läufe im Skeleton-Wettbewerb der Männer an. Für Deutschland gehen Christopher Grotheer, Axel Jungk und Felix Keisinger an den Start. Die Athleten hoffen, trotz der emotionalen Belastung durch die Ereignisse um Heraskewytsch ihre Bestleistungen abrufen zu können. Die Kommentierung übernimmt Eik Galley (ARD).

Livestream und weitere informationen

Livestream und weitere informationen

Der Wettbewerb wird live auf sportschau.de übertragen. Zusätzlich finden Sie dort aktuelle Nachrichten, Interviews und Analysen rund um die Olympischen Winterspiele 2026. Die vollständigen Ergebnisse und der Zeitplan aller Wettkämpfe sind ebenfalls auf der Webseite verfügbar. Bleiben Sie dran und verpassen Sie keine spannenden Momente!

Der ablauf des wettbewerbs

Der ablauf des wettbewerbs

Die ersten beiden Läufe sind entscheidend für die Platzierung im Finale. Die besten Athleten qualifizieren sich für die weiteren Läufe, in denen die Medaillen vergeben werden. Die Strecke in Mailand-Cortina stellt hohe Anforderungen an die Athleten und verspricht einen spannenden Wettbewerb. Die Zuschauer können gespannt sein, welche Athleten sich durchsetzen und die begehrten Medaillen gewinnen werden.