Olympia 2028 los angeles: druck auf casey wasserman wächst

Olympia 2028 los angeles: druck auf casey wasserman wächst

Mailand/Los Angeles – Der Druck auf Casey Wasserman, den Chef des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles, wächst. Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, hat öffentlich gefordert, dass er zurücktreten solle, aufgrund seiner Verbindungen zu Ghislaine Maxwell, der ehemaligen Freundin von Jeffrey Epstein. Dieser Vorfall überschattet die Vorbereitungen für die Spiele und wirft Fragen nach der Führung auf.

Bass fordert rücktritt, trotz unterstützung des la28-vorstands

Trotz der Unterstützung, die Wasserman letzte Woche vom LA28-Vorstand erhielt, erklärte Bürgermeisterin Bass gegenüber CNN am späten Montag: „Meiner Meinung nach sollte er zurücktreten.“ Die Veröffentlichung von flirtenden E-Mails aus dem Jahr 2003 zwischen Wasserman und Maxwell, im Zuge der Veröffentlichung von US-Regierungsdokumenten kurz vor den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo, hat die Situation verschärft. Die Affäre lenkt die Internationale Olympische Kommission (IOC) erheblich ab.

Ioc reagiert verhalten

Ioc reagiert verhalten

Das IOC wich in Mailand zunächst Fragen zu Wasserman aus und verwies auf die Entscheidungsgewalt des LA28-Vorstands. Am Dienstag äußerte sich IOC-Sprecher Mark Adams jedoch etwas deutlicher: „Ich verstehe, dass derzeit viele Gespräche stattfinden, aber ich werde keine weiteren Kommentare abgeben. Dies ist zu diesem Zeitpunkt noch immer eine Angelegenheit des LA28-Vorstands.“

Verluste für wassermans agentur

Verluste für wassermans agentur

Die Enthüllungen haben bereits zu Kundenverlusten bei der von Wasserman gegründeten Agentur geführt. Unter anderem haben Popstar Chappell Roan und Fußballerin Abby Wambach die Zusammenarbeit beendet. Wasserman befindet sich nun im Prozess des Verkaufs der Agentur. Die Vorwürfe erstrecken sich somit auch auf den wirtschaftlichen Bereich.

Überprüfung durch rechtsberater brachte keine entwarnung

Überprüfung durch rechtsberater brachte keine entwarnung

Die Unterstützung des LA Olympics-Vorstands basierte auf einer Überprüfung seiner Kontakte zu Epstein und Maxwell durch externe Rechtsberater, mit der Wasserman kooperiert hatte. Bürgermeisterin Bass kritisierte diese Entscheidung als „unglücklich“ und betonte die Notwendigkeit einer neuen Führung. Ihr Ziel sei es, sicherzustellen, dass Los Angeles die besten Olympischen Spiele in der Geschichte ausrichtet.

Bedeutung der politischen unterstützung

Bedeutung der politischen unterstützung

Sowohl Bürgermeisterin Bass als auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom spielen eine Schlüsselrolle für den Erfolg der Olympischen und Paralympischen Spiele in Los Angeles. Sie müssen sicherstellen, dass alle Regierungsebenen die komplexen logistischen Herausforderungen unterstützen, die die Stadt im Juli und August 2028 erwarten. Die Spiele sind ein Mammutprojekt, das eine umfassende Planung und Koordination erfordert.

Wasserman seit 2015 treibende kraft

Casey Wasserman ist seit dem Start der Bewerbung im Jahr 2015 eine treibende Kraft hinter den Olympischen Spielen in Los Angeles. Seine Position geriet bereits vor seiner Anreise nach Mailand, um IOC-Mitglieder zu treffen und an der Eröffnungsfeier teilzunehmen, ins Wanken. Das Organisationskomitee präsentierte den IOC-Mitgliedern einen aktualisierten Plan für die Ausrichtung der Spiele. Wasserman und andere Beamte wurden zu Themen wie der Visabeschaffung für internationale Besucher befragt, jedoch nicht zu persönlichen Angelegenheiten.

Keine strafrechtlichen vorwürfe

Gegen Wasserman wurden keine strafrechtlichen Vorwürfe im Zusammenhang mit Epstein und Maxwell erhoben. Er selbst drückte sein Bedauern über den Schriftverkehr mit Maxwell aus, der „lange vor ihren schrecklichen Verbrechen“ stattfand. Maxwell wurde 2021 wegen fünf Anklagen der sexuellen Ausbeutung und des Menschenhandels verurteilt und verbüßt derzeit eine 20-jährige Haftstrafe.