Ole book muss adeyemi retten – sonst droht der bvb ein millionenloch

Ole Book darf gleich beim ersten Tag im Büro einen 50-Millionen-Euro-Spieler zurettchen. Karim Adeyemi, einst Hoffnungsträger, heute Krisenfall: Waffenskandal, Flaschenwurf, Formtief. Der neue Sportdirektor muss ihn verkaufen oder verlängern, bevor der Marktwert komplett verdampft.

Ein dribbler wird zur bilanzwunde

Die Rechnung ist brutal: 2022 investierte Borussia Dortmund 30 Millionen Euro für Adeyemi, heute zählt Transfermarkt nur noch 50 Millionen – Tendenz fallend. Ein einziger Bundesliga-Einsatz über 90 Minuten, nur neun Torbeteiligungen, dazu Imageschäden durch Skandale. Für einen Klub, der im laufenden Geschäftsjahr bis zu 27 Millionen Euro Minus erwartet, ist das ein Horror-Szenario.

Book kennt solche Drucksituationen. In Elversberg holte er David Mokwa für 1,5 Millionen und verkaufte Younes Ebnoutalib für acht Millionen, nachdem er ihn für 50 000 Euro aus Gießen geholt hatte. Knallhart verhandeln nennt man das im Saarland. Jetzt sitzt er mit Jorge Mendes am Tisch, dem berüchtigten Superagenten, der auch schon Cristiano Ronaldo durch die Karriere lenkte.

Verlängerung oder verkauf – beides riskant

Verlängerung oder verkauf – beides riskant

Verlängern heißt: hohes Gehalt, Ausstiegsklausel, die den Marktwert stützt. Verkaufen heißt: möglichst nicht unter 60 Millionen, sonst steht der Vorwurf der Wertvernichtung im Raum. Zeit bis Sommer. Danach tickt der Vertrag runter – und 2027 könnte Adeyemi ablösefrei gehen. Buch und Lars Ricken müssen also jetzt liefern, sonst wird aus der sportlichen auch eine finanzielle Katastrophe.

Ole Book hat in Elversberg bewiesen, dass er unter Hochspannung kühlen Kopf bewahrt. Ob er auch einen Mendes-Klienten in die Spur bekommt, wird seine Bewährungsprobe beim BVB. Die Bundesliga schaut hin – und die Kasse des Vereins hängt mit an Adeyemis nächstem Schritt.