Oklahoma thunder lehnt trump-termin ab – hartenstein bleibt draußen

Der amtierende NBA-Champion Oklahoma City Thunder lässt das Weiße Haus kalt. Am Samstag, während des Auswärtsspiels in Washington, hätte das Team um deutschen Nationalspieler Isaiah Hartenstein mit Präsident Donald Trump posieren können. Die Antwort des Klubs: „Danke, aber nein danke.“

„Das timing passte einfach nicht“

So lapidar klingt die Begründung, doch dahinter steckt mehr. Ein Klubsprecher gegenüber „The Athletic“: „Wir standen mit dem Weißen Haus in Kontakt und schätzen die Kommunikation, aber das Timing hat nicht gepasst.“ Kein Wort über Inhalte, keine Politik – nur ein Terminkonflikt. Wer glaubt, kriegt die Geschichte nicht mit.

Denn seit Trumps erstem Tag im Oval Office ist jede Siegerehrung ein Minenfeld. Die US-Eishockey-Damenlehnten nach ihrem Gold in Mailand ebenfalls ab, ebenfalls „terminlich“. Trump hatte daraufhin die Männer geladen, die brav kamen, lachten, winkten. Die Frauen? Fehlanzeige. Die Bilder gingen um die Welt.

Oklahoma ist jetzt das nächste Team, das dem Protokoll den Rücken kehrt. Hartenstein, 2,13-Meter-Center, Kölner Kind, sagt dazu nichts öffentlich. Er muss es auch nicht. Schweigen ist hier lauter als jede Pressemeldung.

Die nba zwischen sport und signal

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Die Liga liebt es, sich politisch neutral zu inszenieren. Doch Silver und die Franchise-Chefs wissen: Jede Absage ist eine Botschaft. Die Thunder ziehen sich raus, bevor Trump sie zur Bühne machen kann. Clever. Oder feige? Die Wählerzahlen in Oklahoma County werden es zeigen.

Übrig bleibt ein Termin, der nie einer war. Das Weiße Haus kann die Stunden nicht zurückdrehen, und die Thunder fliegen nach Abschluss der East-Coast-Trip direkt nach Denver. Nächster Gegner: die Nuggets. Kein Photo-Op, kein Händedruck, kein Tweet-Sturm. Stattdessen Training, Videostudium, Sprungwurf. Basketball pur. Manchmal sagt Abwesenheit mehr als tausend Bilder.