Öfb-team: prohaska fordert wm-dominanz 2026 – „fast peinlich“, wenn nicht!

Wien – Die Diskussionen um die Zukunft des österreichischen Fußballnationalteams brodeln weiter. Nach der verpassten Qualifikation für die WM 2022 drückt die Erwartungshaltung auf das Team von Ralf Rangnick. Bei einem Treffen am ÖFB-Campus in der Wiener Seestadt äußerten Ex-Teamchef Herbert Prohaska, Ivica Vastic und Anton „Toni“ Pfeffer ihre Einschätzungen zur vergangenen WM 1998 und blickten gleichzeitig nach vorne – nämlich zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.

Prohaskas klare ansage: gruppensieg pflicht

Herbert Prohaska, eine Legende des österreichischen Fußballs, ließ wenig Zweifel an seiner Erwartungshaltung: „Ein Weiterkommen bei der WM 2026 ist für das ÖFB-Team alternativlos. Alles andere wäre fast peinlich, angesichts unserer Qualität.“ Der ehemalige Teamchef betonte, dass die Chancen durch die Qualifikation der acht besten Gruppendritten gestiegen seien, und forderte von Rangnicks Mannschaft, diese Chance zu nutzen. Die Gruppengegner Jordanien, Argentinien und Algerien sollen sich auf ein unangenehmes Spielgeschehen einstellen.

Vastic zeigte sich zwar etwas zurückhaltender, sprach aber dennoch von einer „guten Chance“ für das Team, die K.o.-Phase zu erreichen. Er hob die positive Siegermentalität und den guten Teamgeist hervor, die ihm Vertrauen in einen erfolgreichen WM-Auftritt geben. „Das Auftreten der Mannschaft gibt mir die Sicherheit, dass sie gut eingespielt sind und immer auf Sieg spielen wollen“, so Vastic.

Erinnerungen an frankreich 1998: hoffnung und enttäuschung

Erinnerungen an frankreich 1998: hoffnung und enttäuschung

Ein Blick zurück zur WM 1998 in Frankreich offenbarte sowohl Hoffnungen als auch Enttäuschungen. „Wir sind mit großer Hoffnung zur WM geflogen“, erinnerte sich Toni Pfeffer an die damalige Stimmung. Die Qualifikation war erfolgreich verlaufen, und die Erwartungen in der Heimat waren hoch. Das Spiel gegen Kamerun endete mit einem glücklichen 1:1 durch einen Treffer von Toni Polster, wobei Pfeffer selbst maßgeblich beteiligt war – eine Anekdote, die er mit einem Augenzwinkern kommentierte: „Er hat sich nicht bedankt.“

Die Spiele gegen Chile (1:1) und Italien (1:2) brachten dann die Ernüchterung. Mit nur zwei Punkten verpasste das rot-weiß-rote Nationalteam das Achtelfinale. ORF-Reporter-Legende Hans Huber bezeichnete das Team als eines, „das sich den Aufstieg verdient gehabt hätte.“

Einigkeit trotz unterschiedlicher erfahrungen

Einigkeit trotz unterschiedlicher erfahrungen

Trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven herrschte Einigkeit darüber, dass das Team eine Einheit gebildet hatte. Pfeffer betonte, dass die Trainer eine „sehr runde Einheit“ geschaffen hätten. Auch Vastic widersprach der Annahme, dass es interne Lagerkämpfe gegeben habe. „Im Nachhinein ist es immer leichter zu sagen, es war mehr drinnen. Wir hätten vielleicht im Voraus mehr an uns glauben müssen“, räumte er ein. Prohaska ergänzte, dass er damals gerne „Hollywood gespielt“ hätte, was aber in den Testspielen vor der WM gründlich misslungen sei – und fügte augenzwinkernd hinzu: „Mit Toni Polster und (Andreas) Herzog Pressing zu spielen, ist unmöglich.“

Die WM 2026 bietet dem ÖFB-Team die Chance, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten. Mit einer klaren Zielsetzung und dem nötigen Selbstvertrauen kann das Team von Ralf Rangnick den Erwartungen gerecht werden und für Furore sorgen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Prohaskas Forderung nach einer WM-Dominanz erfüllt wird.