Obrador: vom mourinho-flop zum torino-star – ein neustart in italien!

Rafael Obrador, einst als der nächste Álvaro Carreras gehandelt, scheint in Turin sein Glück gefunden zu haben. Nach einem enttäuschenden Start beim Benfica Lissabon, wo er unter José Mourinho fast vollständig verschwand, blüht der junge Spanier nun im Trikot des Torino FC auf und sorgt für Furore.

Ein teurer fehlstart in portugal

Der Wechsel zu Benfica im vergangenen Sommer war alles andere als ein Märchen. Für fünf Millionen Euro plus 50 Prozent der Rechte, die weiterhin beim Real Madrid liegen, kam Obrador an die Adria. Nach einem vielversprechenden Einstand in der zweiten Liga-Partie gegen Tondela, in der er 68 Minuten spielte, verschwand er jedoch förmlich aus den Annalen. Mourinho schien kaum Verwendung für den talentierten Linksverteidiger, der in 13 Partien auf der Bank schmoren musste und kein einziges Mal zum Einsatz kam.

Doch statt in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, erhielt Obrador im Winter eine neue Chance: Eine Leihe zum Torino FC. „Ich kam ein wenig konditionsmäßig zurück, da ich in Portugal kaum Spielzeit hatte“, gestand er.

Torino: die wende im

Torino: die wende im 'calcio'

In Turin scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Obrador hat sich blitzschnell integriert und überzeugt mit Leidenschaft, Tempo und vor allem einem überraschenden Tor. In 16 Spielen für den 'Granata' erzielte er bereits einen Treffer und lieferte zwei Vorlagen. Besonders sein Tor am vergangenen Wochenende gegen Cagliari (2:1-Niederlage) sorgte für Aufsehen: Ein präziser Schlenzer aus 30 Metern, der Elia Caprile keine Chance ließ. Ein echter Paukenschlag!

„Ich bin natürlich stolz auf mein erstes Tor in der Serie A, aber das Ergebnis ist wichtiger. Und das war leider nicht der Fall. Wir werden weiter hart arbeiten“, so Obrador nach dem Spiel. Die Verantwortlichen des Torino sind begeistert von seiner Leistung und sehen in ihm einen potenziellen Schlüsselspieler für die Zukunft. „Er konkurriert mit Simeone um den Titel des besten Neuzugangs der Saison 2025/2026, obwohl er nur die Hälfte der Zeit zur Verfügung hatte. Seit Januar hat er den linken Flügel fest im Griff. Er ist schnell, kämpferisch und verfügt über ein ausgezeichnetes Ballgefühl. Ein hervorragender Spieler“, so 'Torino Cronaca'.

Obrador fühlt sich wohl in Turin: „Ich habe mich sehr schnell eingelebt. Die Serie A ist eine sehr wettbewerbsfähige Liga, in der junge Spieler wie ich viel lernen und wachsen können. Das tue ich auch.“

Die zukunft bleibt offen

Die zukunft bleibt offen

Über seine Zukunft möchte Obrador vorerst nicht spekulieren. „Ich konzentriere mich auf die Saison, auf das Derby gegen Juventus und werde nach der Saison mit dem Verein sprechen“, so der U21-Nationalspieler. Torino hat zwar eine Kaufoption in Höhe von neun Millionen Euro, doch man hofft, dass Benfica bereit ist, den Preis zu senken. Eines ist klar: Rafael Obrador hat in Turin eine neue Heimat gefunden und bewiesen, dass er zu mehr als einem kurzen Gastauftritt in Lissabon bereit ist. Er hat seine Dämonen besiegt und sich zu einem wichtigen Baustein für den Torino FC entwickelt – ein bemerkenswertes Comeback für den einst verschmähten Talent.