Nürnberg pulverisiert lautern und schubst den abstieg in die pfalz
77 Sekunden. So schnell war der Club zurück. Luka Lochoshvili köpfte die Eckball-Hereingung von Julian Justvan zum 1:0 unter die Latte, und im Max-Morlock-Stadion kochte die Kurve schon vor Ablauf der zweiten Minute. Der 1. FC Nürnberg schlug den 1. FC Kaiserslautern mit 3:0, feierte den siebten Heimsieg und schob sich auf Rang neun – zehn Punkte Luft bis zur Relegationsgrube.
Miroslav klose bleibt lauterns albtraum
Trainer Miroslav Klose hat gegen seinen ehemaligen Klub noch nie verloren. Die Statistik wächst, der Mythos auch. Seine Mannschaft spielte nach dem Frühtor mit der Gelassenheit einer Manschaft, die weiß, dass der Drops gelutscht ist. Rabby Nzingoula vergab zwar die Riesenchance zum 2:0 (8.), doch die Dominanz blieb. Kaiserslautern wachte erst nach einer halben Stunde auf, doch Mergim Berishas Treffer landete wegen Abseits im Orkus (34.). Die Lauterer kamen, aber sie kamen zu spät.
Jan Reichert hielt mit einer Parade gegen Sahin (52.) die Null, danach schaltete Nürnberg wieder den Vorwärtsgang. Adam Markhiev verwandelte einen Foulelfmeter sicher (57.), Lochoshvili nagelte das 3:0 aus 14 Metern ins lange Eck (83.). Ein Grimaldi-Tor wurde wegen Handspiels wieder abgepfiffen – es wäre das vierte gewesen. Die Pfälzer gaben auf, die Franken jubelten durch.

Die tabelle lügt nicht: club hat luft, lautern angst
Mit 36 Punkten ist Nürnberg so weit weg vom Strudern wie lange nicht. Die Fans skandieren „Klassenerhalt“ schon nach der Partie, wissen aber, dass die Saison noch neun Finals hat. Für Kaiserslautern dagegen wird die Lage eng: Nur vier Punkte trennen die Roten Teufel vom Relegationsrang, und die Auswärtsbilanz ist ein einziger Fehlstart. Wer so wenig Punkte auf fremdem Rasen sammelt, darf sich nicht wundern, wenn der Frühling bitter wird.
Im Stadion klang nach Abpfiff „Oh wie ist das schön“ durch die Nacht, während auf der Gegentribüne die ersten Pfälzer schon die Karten für den nächsten Auswärtsritt stornierten. Der Club lebt, der Abstieg schrumpft – und in der Kabine von Miroslav Klose ist man sich sicher: Die beste Serie der Saison steht noch bevor.
